Schmuckband Kreuzgang

" ... noch ein Kirchenführer!"

 Liebe Leserin, lieber Leser, 
... noch ein Kirchenführer!"

Mit diesem Satz beginnt das Vorwort des "Mainzer Kirchenführer - Entdeckungen in katholischen Kirchen in und um Mainz". Der Kirchenführer wurde im Oktober 2004 von Dekanatsreferent Jürgen Nikolay im Leinpfad Ingelheim herausgegeben. Das Buch ist mittlerweile vergriffen. Aufgrund vielfacher Nachfragen veröffentlichen wir hier mit Genehmigung des Leinpfad Verlags die Artikel zu den einzelnen Kirchen und Kapellen.

Es gibt viele Veröffentlichungen über Mainzer Kirchen, doch werden hier die katholischen Kirchen und Kapellen in Mainz unter besonderem Aspekt dargestellt, denn alle Autoren haben eine sehr persönliche Beziehung zu der von ihnen vorgestellten Kirche. Sie sind sozusagen Fachleute ganz besonderer Art. Deshalb fallen die einzelnen Artikel auch ganz unterschiedlich aus. Manche sind kunsthistorisch ausgerichtet, andere stellen den Bau der Kirche in den jeweiligen geschichtlichen Kontext oder geleiten die Besucherin, den Besucher wie bei einer Führung durch die Kirche. 
Gerade die Vielfalt der Beschreibungen macht den besonderen Reiz aus. 
Auf diese Weise entstand ein (fast) vollständiger Überblick über die katholischen Kirchen in und um Mainz.

In diesen Artikeln entdecken Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den Reichtum der Mainzer Gotteshäuser, den der alten historischen, aber auch den der in unserer Zeit entstandenen Kirchen. 
Neben den Führungen durch die einzelnen Kirchen beschreibt dieses Buch auch ein Stück Mainzer (Kirchen-) Geschichte, z. B. die Taufe Johannes Gutenbergs in "St. Christoph" oder die Plünderung der Laubenheimer Kirche durch die französischen Besatzungsheere: Altäre, Kanzel, Orgel, Beichtstuhl und Kirchenbänke wurden damals zu Heizmaterial; oder die städtebaulichen Entwicklungen, die auch den Neubau von Kirchen wie" St. Alban" in der Oberstadt oder "Liebfrauen" in der Neustadt notwendig machten. 
Beim Lesen werden Sie feststellen, dass alle großen abendländischen Stilepochen vertreten sind, und es auch viele Beispiele moderner Architektur gibt. Ganz bewusst wurde auf ausführliche wissenschaftliche Texte verzichtet. Für viele Mainzer Kirchen liegen umfangreiche historische und kunstgeschichtliche Werke bereits vor.

Ich danke allen, die an diesen "Kirchenführungen" mitgearbeitet haben, vor allem den Autorinnen und Autoren, deren ehrenamtliche Mitarbeit dies erst ermöglicht hat. Bedanken möchte ich mich bei Angelika Schulz-Parthu vom Leinpfad Verlag. Sie hat seinerzeit den Anstoß zu diesem Kirchenführer gegeben. Mein Dank gilt auch Renate Linke, die durch freundliche und beharrliche Erinnerung dafür Sorge getragen hat, dass alle Artikel, die Angaben für die Infokästen und die Fotos rechtzeitig und vollständig zusammen kamen. Schließlich danke ich David Glombik, der überall dort mit seiner Kamera eingesprungen ist, wo kein Bildmaterial vorhanden war.

Ich hoffe, verehrte Leserin, verehrter Leser, dass Ihr Interesse geweckt wird, und Sie Lust bekommen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Sie werden feststellen, dass Mainz nicht nur zahlen mäßig viele Kirchen hat sondern diese Kirchen einen reichen Schatz beherbergen, der entdeckt werden will. Darauf aufmerksam zu machen und sie "aufzuschließen", ist Ziel dieser Artikel. 
Damit Sie auf offene Türen stoßen, finden Sie zu jeder Kirche Informationen wie Adresse, Telefonnummer und Internetseite.

Zum Schluss: Es ist - auch im Blick auf andere europäische Länder - keineswegs selbstverständlich, dass alle 56 beschriebenen Kirchen auch heute als das genutzt werden, was sie sind: Gotteshäuser, Häuser des Gebets, der Begegnung mit Gott und den Menschen. Alle Architektur, alle künstlerische Ausgestaltung hat dies zum Ziel: 
Gott zu loben und zu danken.

Jürgen Nikolay

Hier kommen Sie zur Übersicht, geordnet nach Kirchen und Kapellen in Pfarrgemeinden, in kirchlichen Einrichtungen und in Klöstern.