Schmuckband Kreuzgang

"Junge Familien in Mainz-Laubenheim"

P r o j e k t b e s c h r e i b u n g

  • Titel:
    Bedarfserhebung bei Eltern von Kindergarten- und Schulkindern
    in Laubenheim
  • Zentrale Fragestellung:
    Wie können die christlichen Kirchen Eltern mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter in Laubenheim unterstützen?
  • Träger:
    Evangelische Kirchengemeinde und Katholische Pfarrgemeinde Mainz - Laubenheim
  • Ziel:
    Bis zum Beginn des kommenden Schuljahres (03/04) soll
    etwas von der Situation und von der Lebenswirklichkeit von Eltern in Laubenheim wahrgenommen sein,
    auf vorhandene Ressourcen aufmerksam gemacht
    sowie die Unterstützung beim Initiieren von "Netzwerken" (Hilfe zur Selbsthilfe) angeboten werden.
    Ziel ist es, von Seiten der Kirchen passende Angebote und Hilfen für Eltern zu ermöglichen.
    Die Konkretisierung des Ziels ergibt sich aus den Verlaufsschritten.
    Zielgruppe:
    Zielgruppen- und Adressatenorientierung im pastoralen Handeln unserer Gemeinden nimmt das Ortsgeschehen und die Sozialstruktur in Laubenheim in den Blick. Zu letzterer liegt die Sozialraumanalyse der Stadt Mainz vor. Allgemein ist hier festzustellen, dass Laubenheim - im Vergleich zu anderen Stadtteilen - als wenig "problematisch" dargestellt wird.
    Die genannte Sozialraumanalyse beschreibt in einer Kurztypisierung:
    "Laubenheim erweist sich als ein kinderreicher Stadtteil ... In der potentiellen Entwicklung ist für die 3-6Jährigen rechnerisch eine geringe Abnahme und für die 6-10Jährigen ... eine geringe Zunahme zu verzeichnen. ... Laubenheim weist unterdurchschnittliche Anteile allein lebender Personen in allen Altersklassen auf. Deutlich überdurchschnittlich sind dagegen Personenverbände mit kleinen Kindern vertreten. Eine weitere Differenzierung ergibt einen etwas überdurchschnittlichen Anteil kinderreicher Familien bei einem unter dem Stadtniveau liegenden Anteil allein erziehender Mütter / Väter."
    In der qualitativen Einschätzung beschreibt die Analyse: "Die Bevölkerung in der neueren Bebauung gehört zumeist der Mittel- oder Oberschicht an. ... Die Probleme beziehen sich sowohl auf innerfamiliale Bereiche (Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen, Paarprobleme etc.) als auch auf gesellschaftliche Bereiche (Arbeitslosigkeit...)".
    Diese Feststellungen begründen eine Fokussierung auf Eltern mit Kindern im Kindergarten- und (Grund-)Schulalter.

    Entstehungszusammenhang, Genese:

    Bereits ohne Zuhilfenahme der genannten Sozialraumanalyse fällt in Laubenheim auf, dass es viele Familien mit (jüngeren) Kindern gibt - etwa durch die Bebauungsstruktur: es gibt mehrere größere Wohngebiete, in denen Kinder leben. Spiel- und Bolzplätze sind in diesen Gebieten in der Regel vorhanden und werden auch gut besucht.
    Unsere Kirchengemeinden beschäftigen sich daher schon seit längerem mit der Frage, wie wir mit unseren Angeboten auf die in Laubenheim lebenden Menschen mit Kindern besser eingehen können.
    Etwas für Familien zu tun - dazu kommen uns spontan viele Ideen. Uns ist es jedoch wichtig, dabei die Bedürfnisse der Eltern zu berücksichtigen. Deshalb möchten wir herausfinden, wie wir Eltern im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen können. Uns stehen als Gemeinden verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung (Öffentlichkeitsarbeit, Kontakte, Räumlichkeiten für bestimmte Treffen usw.). So können wir unter Umständen konkrete Hilfen vermitteln oder unsere Unterstützung anbieten, um Initiativen oder Netzwerke für bestimmte Interessen ins Leben zu rufen.

    Verlaufsschritte des Projekts, Zeitschiene:

    Im Frühjahr dieses Jahres soll ein Brief mit Rückmeldebogen erstellt und über die kircheninternen Verteiler (z.B. "Taufen" / "Erstkommunion") an Familien weitergegeben werden. Darüber hinaus soll er über die vor Ostern erscheinende, allen Haushalten von Laubenheim zugestellte ökumenische Zeitung "Gemeinsam" verteilt werden sowie in den sozialen und kirchlichen Einrichtungen, in der Ortsverwaltung, in der Grundschule, bei den ortsansässigen Ärzten und Physiotherapeuten und in einigen Geschäften von Laubenheim ausliegen.
    Der Kontakt zu diesen Kooperationspartnern kann schon für ein Gespräch über eine erste Einschätzung der Situation von Eltern in Laubenheim genutzt werden.
    Als erste Rückmeldefrist wird der 20. Mai genannt.
    Rückläufe der Fragebogen werden ebenfalls über die sozialen Einrichtungen, Ärzte usw. ermöglicht. Für weitere Rückmeldungen sind wir jedoch jederzeit offen.
    Vorläufige Zeitplanung:
    Bis Palmsonntag: Verteilen der Fragebögen über "Gemeinsam"
    Bis Palmsonntag: Verteilen der Fragebögen an die Kooperationspartner
    In der Woche, in der "Gemeinsam" erscheint, Öffentlichkeitsarbeit: Pressemeldung für Zeitungen
    Bis 20. Mai: Rücklauf der Fragebögen
    Anschl. Fragebögen bei Kooperationspartnern abholen
    Im Juni: 1. Auswertung
    Juli: Präsentationsvorbereitung: Termin planen, Infos an Ortsvorsteher, Ortsbeirat, Sozialdezernent, Dekanat Mainz ...
    Anfang September: Präsentation

    Beteiligte:

    LOS-Projektgruppe Laubenheim, evangelische Kirchengemeinde Laubenheim, katholische Pfarrgemeinde Laubenheim, ökumenische Sitzung von KV und PGR, Redaktion der ökumenischen Zeitschrift "Gemeinsam"

Vernetzung:

evangelische Kirchengemeinde Laubenheim, katholische Pfarrgemeinde Laubenheim sozialen Einrichtungen: Kindertagesstätten und Kindergärten / Kinder- Jugend- und Kulturzentrum / Grundschule / Nachbarschaftstreff Rüsselsheimer Allee / ASD des Jugendamtes der Stadt,
Ortsverwaltung, ortsansässige Ärzten und Physiotherapeuten und einige Geschäften von Laubenheim

Gegenwärtiger Stand und Perspektiven des Projektes:

Derzeit: Verteilen der Fragebögen über "Gemeinsam"(4000 Exemplare) und die Kooperationspartner (insgesamt 1000 Exemplare).

Einschätzung des Erfolgs, der Zielerreichung:

Als ein erster Erfolg kann die Bereitschaft der ortsansässigen Einrichtungen, Ärzte und Geschäfte zur Kooperation und Vernetzung mit den Kirchengemeinden und der Idee dieser Befragung gewertet werden. Teilsweise wurden die Fragebögen nicht nur "zur Auslage entgegengenommen", sondern es wurde interessiert nachgefragt und große Offenheit signalisiert.
Auch Eltern, die bereits angesprochen wurden, haben sich sehr positiv geäußert.
Wir rechnen damit, dass sich viele Eltern an der Befragung beteiligen.

Was hat das Projekt zum LOS-Projekt gemacht? 

  • Adressatenorientierung:
    Eltern von Kindergarten- und Schulkindern
  • Lebensraum-Orientierung:
    Begegnungspunkte von Eltern mit Kindergarten- und Schulkindern
  • Milieu-Differenzierung:
    Blick insbesondere auf Selbstverwirklichungsmilieu. (Personen unter ca. 50 mit mittlerer und höherer Schulbildung)
  • Botschaftsorientierung:
    Leitgedanke: Als Kirchen von Laubenheim sind wir sensibel für die je individuellen Lebensgefühle und Lebenssituationen der Menschen, zu denen wir gerufen sind.
    Wir nehmen ihre Sehnsüchte (auch die religiösen) ernst und sehen darin Anknüpfungspunkte für mögliche Erfahrungen von Gottes Wirken in der Welt.
    Ziel unseres pastoralen Tuns ist es, "dem Menschen zu helfen, dass sein Leben gelingt". (Würzburger Synode)
    Weitere Stichworte zur Botschaftsorientierung:
    • Gott wendet sich den Menschen zu.
    • Maßstab unseres Tuns ist das heilswirksame Handeln Jesu.
    • Im Fremden Christus begegnen.
    • Die Botschaft vom andern her neu lernen, die wir ihm auszurichten haben. (Bischof Hemmerle)
    • "Suchet das Wohl der Stadt, in die ich euch geführt habe." (Jer 29,7)
  • Ressourcenorientierung:
    • Ressourcen: Zeitlich / Personal Von Seiten Gemeinden / materiell
    • "Netzwerke" initiieren Vertrauensvorschuss
    • Wissen bereitstellen Räumlichkeiten
    • Zugänge schaffen Homepages
    • Themen in den Blick nehmen / Spektrum erweitern Printmedien: Pfarrbrief, Gemeinsam usw.
    • Beratungsstunden Schaukästen
    • Themenabende anbieten / initiieren Kontakte nach innen und außen
    • Therapeutische Kompetenzen Ökumenische Gruppen, die es bereits gibt

Zieldefinition: s.o.

Vernetzung und Kooperation:

  • Kirchengemeinden / gemeindeinterne Strukturen
  • Ortsgemeinde / OV
  • Stadtteil-AG Mitglieder (soziale Einrichtungen wie Jugendzentrum, Nachbarschaftstreff, Kindergärten und Grundschule)
  • ortsansässige Ärzte (insbesondere Kinderarzt) und Physiotherapeuten
  • Vereine, z.B. Freiwillige Feuerwehr
  • Geschäfte

Was brauchen wir von ihnen?

  • Wissen über Gegebenheiten
  • die Bereitschaft, bei der Befragung zu vermitteln
  • möglicherweise: personelle und strukturelle Ressourcen

 Was können wir einbringen?

  • möglicherweise: personelle und strukturelle Ressourcen

Kontaktadresse für weitere Informationen:

Silvia Wenzel, Gemeindereferentin
Kath. Pfarrgemeinde Maria Heimsuchung
Möhnstraße 18, 55130 Mainz-Laubenheim
Tel.: 06131/622904, Fax: 06131/622905
Email: wenzel@pfarrei-mz-laubenheim.de
home: www.pfarrei-mz-laubenheim.de