Schmuckband Kreuzgang

"TrauerRaum"

P r o j e k t b e s c h r e i b u n g

  • Titel: Trauerraum
  • Träger: Katholisches Dekanat Mainz-Stadt
  • Ziel: Einen Ort für die persönliche Trauer schaffen.
  • Zielgruppe: Trauernde in Mainz, die eine Heimat suchen.
  • Entstehungszusammenhang, Genese:
    Hervorgegangen aus dem Projekt "Requiem auf dem Hauptfriedhof". Eine Mainzer Pfarrei wollte zu Entlastung der anderen an Begräbnistagen auf dem Hauptfriedhof eine Requiem für die Verstorbenen anbieten. Stieß auf Widerstand bei anderen Pfarreien. Daraus ist eine Bruderschaft entstanden, die den Pfarrer bei Begräbnissen unterstütz, bei dem nur wenige oder überhaupt keine Angehörigen da sind.
    Überlegungen über ein LOS-förmiges Projekt führte zu einer neuen Zusammensetzung der Gruppe. Nach vielen Überlegungen, was man tun kann, ist schließlich der Trauerraum entstanden. Immer mehr Interessierte sind hinzugekommen, bis schließlich der Trauerraum in der heutigen Form existiert. Andere Ideen, z.B. den Trauerraum zu einem Ort des öffentlichen Gedenkens zu machen, wurden zurückgestellt

Verlaufsschritte des Projekts, Zeitschiene:

  • 1998 bis 1999:
    Überlegungen in der Gemeinde zum Requiem von Verstorbenen
  • 1999:
    Umstrukturierung und Überlegungen, was man machen kann
  • 2001:
    Trennung Trauerraum und Netzwerk Trauer
  • April 2002:
    Start des Trauerraums

Beteiligte:

Bestattungsinstitute Grünewald und Rech, Verein Trauernde Eltern Rheinhessen e.V., Verein Trauerwege e.V., Hospiz, katholisches und evangelisches Dekanat, Liturgiereferat

Vernetzung:

Alle Trauergruppen, die in Mainz tätig sind.

Gegenwärtiger Stand und Perspektiven des Projektes:

Aus dem Projektstand übergeführt in laufendes "Geschäft".

Einschätzung des Erfolgs, der Zielerreichung:

Gedenkfeier wird von ca. 15 Personen regelmäßig besucht. Keine klassischen Gemeindemitglieder. Persönliches Gedenken wird allerdings spärlich angenommen. Andere Werbemethoden sind ins Auge gefasst. Ähnliches gilt für die Gesprächsangebote.

Was hat das Projekt zum LOS-Projekt gemacht?

Trauerraum für die Stadt, nicht für eine einzelne Gemeinde
Vernetzung aller in Mainz tätigen Gruppen, Vereine und Institutionen, die mit Trauernden zu tun haben.
Adressatenorientierung insofern, als die Gedenkfeier nicht nach einem vorgegebenen Muster gefeiert wird, sondern nach dem was die Menschen suchen und brauchen. Kein klassischer Gottesdienst, sondern eine Feier, die an den Menschen orientiert ist.

Raum für weitere Hinweise zum Projekt:

Trauerraum und Netzwerk Trauer wurden getrennt. Das Netzwerk kümmert sich stärker und die politischen Interessen der Trauernden und der Verstorbenen. Z.B. Verhandlungen mit der Stadt über Öffnung der Friedhöfe und der Bestattungstermine.

Kontaktadresse für weitere Informationen:

Dipl. Theologe Wolfgang Fischer
Bischöfliches Ordinariat Mainz
Postfach 15 60
55005 Mainz
Tel. 06131 / 253-243