Michael A. Leja neuer Dekan

Michael Leja_1 (c) Pfr. Michael Leja
Michael Leja_1
Datum:
Fr. 30. Apr. 2021
Von:
Michael Leja
Liebe Christinnen und Christen im Dekanat Mainz-Süd!
Ich bin zu Ihrem Dekan gewählt worden (41 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 5 Enthaltungen, 80% Wahlbeteiligung). Die Ernennung wird am 1. Mai 2021 erfolgen. Allen Haupt– und Ehrenamtlichen unseres Dekanates, die mich gewählt haben, sowie der Bistumsleitung, die meiner Kandidatur zugestimmt hat, danke ich für ihr Vertrauen. Danke Ihnen allen, dass Sie mir diese Aufgabe zutrauen und mit mir zusammenarbeiten wollen. Ich werde mich bemühen, dieses Amt - verbunden mit ganz vielen neuen, auch administrativen Aufgaben und Verpflichtungen - gewissenhaft auszufüllen. Dafür steht mir ein neues Team zur Seite, was mich beruhigt und auf das ich mich freue. Da ich weiterhin Pfarrer der Pfarrgruppe Klein-Winternheim/Ober-Olm/Essenheim bin, bleibe ich vorerst im Pfarrhaus Klein-Winternheim wohnen.

Ein besonderer Dank gilt vor allem Pfr. Hubert Hilsbos: Über 15 Jahre hinweg hat er unser Dekanat (zusammen mit dem Dekanatsleitungsteam, das sich demnächst neu formieren wird) mit Leidenschaft geleitet und geprägt. Wir sind ihm für die konstruktive Moderation, menschliche Begleitung und zukunftsorientierte Ausrichtung unseres Dekanates dankbar. Schließlich danken wir in diesem Zusammenhang auch Fr. Andrea Keber, die ebenfalls unser Dekanat maßgeblich mitgeprägt und sich im erweiterten Dekanatsleitungsteam) in hohem Maße engagiert hat.

„Was macht ein Dekan eigentlich?“, wurde ich schon mehrmals gefragt. Laut Statuten des Bistums Mainz vertritt der Dekan das Dekanat beim Bischof und beim Bischöflichen Ordinariat. Er vertritt die Katholische Kirche gegenüber kommunalen Körperschaften und sonstigen Behörden innerhalb des Dekanats. Er trägt unter anderem Sorge für die planvolle Zusammenarbeit zwischen den pastoralen Einheiten  alles natürlich im Zusammenwirken mit Haupt– und Ehrenamtlichen des Dekanats und in dessen Gremien (z. B. Dekanatskonferenz und Dekanatsversammlung).

Der Dekanwechsel in unserem Dekanat erfolgt inmitten des vor rund zwei Jahren begonnenen sogenannten „Pastoralen Weges“. In unserer Kirche, im Bistum Mainz und somit auch in unseren Pfarreien stehen in diesem Jahrzehnt große Veränderungen an. Es ist ein Prozess, in dem ganz viele Menschen auf unterschiedliche Weise mitbeteiligt sind: mit unterschiedlichen Charakteren, Kompetenzen, Meinungen und Visionen. Klar, es wird am Ende keine Lösung geben, die alle zufrieden stimmen wird. Und der Pastorale Weg wird auch 2030 nicht für immer abgeschlossen sein. Neue Herausforderungen, Probleme und Chancen werden sich auftun, auf die dann wieder reagiert werden muss. Kirche muss dynamisch bleiben und in mancherlei Hinsicht noch (viel) dynamischer werden. Dass Christinnen und Christen für ihre Überzeugungen eintreten ist gut. Auch dass in strittigen Fragen argumentativ widersprochen wird und der Dialog gesucht wird, ist gut. Dass wir auch gegensätzliche Ansichten aushalten können, ohne den eigenen Standpunkt zu verleugnen, ist gut.

Ich bin davon überzeugt und arbeite gerne daran mit, dass wir in unserem Dekanat weiterhin gemeinsam konstruktiv ringen, die bestmöglichen Lösungen erarbeiten, die Gemeinden als „Basis“ miteinbeziehen, uns ehrlich austauschen und bereit sind, zu teilen: Glauben teilen, Leben teilen, Ressourcen teilen und Verantwortung teilen. Diese Schlagwörter beschreiben nämlich den Kurs, den unser Bischof mit dem Pastoralen Weg eingeschlagen hat, und - so glaube und hoffe ich - im Sinne Jesu Christi ist.
Im Evangelium des 4. Ostersonntags charakterisiert sich Jesus als „der gute Hirt“, der seine „Herde“ nicht im Stich lässt. Haben wir also keine Angst vor der Zukunft! Vertrauen wir darauf und bitten darum, dass Gott uns und unsere Zukunftsplanungen lenkt und nicht an die Wand fahren lässt.

Eine gesegnete Osterzeit und viele Grüße an Ihre Familien!

Ihr
Michael A. Leja