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Das Friedenslicht aus Bethlehem leuchtet im Pastoralraum Dreieich-Isenburg

Das Friedenslicht aus Bethlehem
Datum:
30. Dez. 2025
Von:
Dietmar Thiel

Unter dem Motto „Ein Funke Mut“ wurde am dritten Adventssonntag, dem 14. Dezember 2025, das Friedenslicht aus Bethlehem im Pastoralraum Dreieich-Isenburg weitergegeben. Zahlreiche Menschen versammelten sich im Pfarrgarten der Kirche St. Josef in Neu-Isenburg, um das Licht in Empfang zu nehmen und gemeinsam ein Zeichen des Friedens zu setzen.

friedenslicht_plakat_2025_Ein-Funke-Mut

Die Friedenslicht-Aktion, die 1986 vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen wurde, hat sich auch im Pastoralraum Dreieich-Isenburg zu einem festen Bestandteil der Adventszeit entwickelt. Sie verbindet die Gemeinden miteinander und stärkt das gemeinsame Unterwegssein auf dem Pastoralen Weg. Das Friedenslicht steht dabei als sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Verantwortung und Hoffnung.

Das Licht wird jedes Jahr in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet. In Deutschland wird die Aktion vom Ring deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände sowie vom Verband Deutscher Altpfadfindergilden getragen. Nach der internationalen Aussendungsfeier wird das Licht durch Pfadfinderinnen und Pfadfinder in die Bistümer und Gemeinden weitergegeben.

Am Nachmittag des 14. Dezember 2025 erreichte das Friedenslicht den Mainzer Dom. Dort nahmen über 1.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Bistum Mainz an der zentralen Aussendungsfeier teil. 

Das Friedenslicht im Mainzer Dom
Bischof Peter Kohlgraf

In seiner Ansprache betonte Peter Kohlgraf, dass es beim Friedenslicht nicht um große Heldentaten gehe, sondern darum, einander in schwierigen Zeiten beizustehen und Menschen spüren zu lassen, dass sie nicht allein sind. Das Friedenslicht sei ein Zeichen dafür, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und Licht in die Dunkelheit zu tragen.

Übergabe Friedenslicht

Von der Aussendungsfeier im Mainzer Dom brachten Gemeindemitglieder das Friedenslicht in den Pastoralraum Dreieich-Isenburg. Am Abend wurde es von Frau Silke Thiel und Frau Erika Eichmanns in den Pfarrgarten der Kirche St. Josef getragen. Dort warteten zahlreiche Menschen, um ein wärmendes Feuer versammelt, auf die Ankunft des Friedenslichts. Stehtische, Plätzchen und heißer Glühwein schufen einen offenen Rahmen für Begegnung und Gespräch.

Das Friedenslicht aus Bethlehem in St Josef
Weitergabe des Friedenslichts

Die Weitergabe des Lichtes wurde von Gesang, Gebet und kurzen geistlichen Impulsen begleitet. Pfarrer Martin Berker begrüßte die Anwesenden und führte durch die Andacht. In Texten, Gebeten und Fürbitten wurde das Anliegen des Friedens aufgenommen und in Beziehung zur Lebenswirklichkeit der Menschen gesetzt.

Im Mittelpunkt stand das diesjährige Motto „Ein Funke Mut“. Es erinnert daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu im Alltag beginnt. Mut zeigt sich dabei oft in kleinen Gesten, im aufmerksamen Zuhören, im Eintreten für Gerechtigkeit, im klaren Nein zur Ausgrenzung und im Hinsehen, wo andere Unterstützung brauchen. Ein Funke Mut kann Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und Hoffnung weiterzugeben.
Im Verlauf der Feier wurden Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden des Pastoralraums eingeladen, das Friedenslicht zu empfangen. Anschließend wurde es an alle Teilnehmenden weitergegeben, damit sie das Licht mit nach Hause nehmen und in ihre Familien, zu Nachbarn und Freunden weitertragen konnten.

Übergabe Friedenslicht in St. Josef
Das Friedenslicht in der Kirche St. Josef

Auch in der Stadt Neu-Isenburg fand das Friedenslicht seinen Weg. Am 17. Dezember 2025 brachten Kinder der Kita St. Franziskus gemeinsam mit ihren Begleitpersonen das Friedenslicht in das Rathaus. Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Erster Stadtrat Stefan Schmitt nahmen das Licht stellvertretend für die Stadt entgegen und dankten den Kindern für dieses Zeichen des Friedens. Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein ließ seine Grüße und guten Wünsche übermitteln.

Das Friedenslicht aus Bethlehem brennt nun in der Kirche St. Josef, Kirchstraße 20, 63263 Neu-Isenburg, neben der Krippenlandschaft. Dort können auch Kerzen erworben werden, um das Licht weiterzugeben. Es steht als Zeichen für das Licht, das mit der Geburt Jesu in die Welt gekommen ist und Hoffnung schenkt, besonders in einer Zeit, die von Unsicherheit und Krisen geprägt ist.

Die Friedenslicht-Aktion lädt dazu ein, diesen Funken weiterzutragen und im eigenen Alltag wirksam werden zu lassen. Jeder weitergegebene Funke kann dazu beitragen, dass aus einem kleinen Licht ein Zeichen des Friedens wächst.