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Palmsonntag:Zwischen Freunde und Leid

Palmsonntagsjubel
Die Karwoche (Woche der Trauer) ist der Höhepunkt der österlichen Bußzeit in der katholischen Kirche. Sie wird auch Heilige Woche genannt. Erster Tag der Karwoche ist der Palmsonntag, an dem an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert wird. Im Neuen Testament wird davon berichtet, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den Messias, dem sie jubelnd zurief („Hosanna!“). Die katholischen Christen feiern diesen Tag in ihren Gemeinden mit einer Palmprozession, die bereits im 11. und 12. Jahrhundert in vielen Teilen des Abendlandes Tradition war.
Datum:
23. März 2024
Von:
Bistum Mainz / www.pfarrbriefservice.de / katholisch.de (Bearbeitung: Markus Schenk)
Palsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein

Der Palmsonntag trägt den Anfang und das Ende in sich. Beim triumphalen Einzug in Jerusalem wird Jesus gefeiert wie ein König. Ein wundertätiger, friedlicher Herrscher, dessen weiteres Schicksal aber schon besiegelt ist – die Karwoche und damit die Tage des Leidens und Sterbens Jesu stehen bevor. Doch dieser König der Juden, der auf einem Esel in die Stadt geritten kommt, stellt sich dieser unvorstellbaren Aufgabe.

Die Liturgie des Palmsonntages beginnt mit einer Palmweihe – im deutschsprachigen Raum werden zumeist Buchsbaumzweige oder Büschel von Weidenkätzchen verwandt. Nach der Segnung der Palmzweige beginnt die Prozession. Im anschließenden Gottesdienst wird erstmals in der Karwoche vom Leiden und Sterben Jesu erzählt. Die Gottesdienstbesucher hören die Passionsgeschichte nach Matthäus, Markus oder Lukas, die sogenannten synoptischen Passionsberichte. Der Passionsbericht nach Johannes ist für den Karfreitag vorgesehen.

Gedanken (nicht nur) zu Palmsonntag

Palmsonntag

Heute umjubelt
morgen geschmäht

heute geliebt
morgen vergessen

einstmals riefen sie
hosanna
später
kreuzige ihn

trügerische Gunst
der Masse

Katharina Wagner, www.pfarrbriefservice.de