Ein Licht
Früh ist es Dunkel im Dezember – eine Zeit der Kerzen.
Wir Menschen sehnen uns nach Wärme in unseren Wohnungen und
untereinander und wir erfreuen uns an jedem Sonnenstrahl, der sich mächtig zeigt im alltäglichen Himmelsgrau.
Bilder von Not und leid, Terror und Krieg zeigen weiteres Dunkel in der Welt, spiegeln die Dunkelheiten, die uns vor uns selbst als Menschen erschrecken lassen.
Trauer, Wut und Ohnmacht lassen uns immer wieder fragen „Warum?“
Gerade dann wächst in uns noch stärker als sonst die Sehnsucht nach Licht, nach Frieden und Gerechtigkeit, Geborgenheit und Liebe….
Dahinein fällt die weihnachtliche Botschaft: „Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“
Sie gilt als Trostwort besonders denen, die hautnah tiefe Dunkelheit erfahren, aber auch allen, die mitfühlen mit den Notleidenden.
Und: Sie ist als Mahnung ausgesprochen in Richtung derer, die das Dunkel mit verschulden. Sie werden es persönlich zu verantworten haben…
Hinein in das Dunkel der Nacht dringt die Botschaft des Engels „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zu teil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ - das Licht für das Leben der Welt ist da!
Ein neugeborenes Kind ist Hoffnungsträger für eine Welt, die von der Liebe Gottes durchdrungen, als Früchte Licht und Geborgenheit, Frieden und Gerechtigkeit erfahrbar werden lässt.
Das Christus-Kind, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern, will unsere Herzen (be)rühren, damit wir selbst Bot/inn/en der Freudenbotschaft dieser Heiligen Nacht werden.
Der, der als Erwachsener Blinde sehend, Lahme gehend, Aussätzige rein, Taube hörend und Tote wieder lebendig gemacht hat, beauftragt uns, sein Werk auf Erden weiterzuführen und Zeugnis zu geben von einem leben aus Gott, das selbst das Dunkel des Todes endgültig besiegt.
IHN in unseren Herzen tragend, dürfen wir selbst zu Hoffnungslichtern für die Welt werden und einstimmen in den Lobpreis der Engel „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“
Edith Wanka