Schmuckband Kreuzgang

Nachdenkliches zur Fastenzeit - Teil IV

IMG_0299 (c) Marion Bauer
Datum:
Sa. 29. März 2025
Von:
jolie

Aus dem Sonntagsevangelium (Lk 15)

Da sagte der Sohn zu ihm: Vater,
ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt;
ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten:
Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an,
steckt einen Ring an seine Hand
und gebt ihm Sandalen an die Füße!
Bringt das Mastkalb her und schlachtet es;
wir wollen essen und fröhlich sein.
Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder;
er war verloren und ist wiedergefunden worden.
Und sie begannen, ein Fest zu feiern.

Dieser vierte Fastensonntag, der traditionell den Namen »Laetare-Sonntag« trägt, ist von einer Freude durchdrungen, die ein wenig die Atmosphäre der Buße dieser heiligen Zeit abschwächt: »Freue dich, Stadt Jerusalem!« – sagt die Kirche im Eröffnungsvers – »Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart.«

Unwillkürlich fragt man sich: Aber aus welchem Grund sollen wir uns freuen? Ein Grund ist sicher das sich nahende Osterfest, denn die Aussicht darauf gibt uns einen Vorgeschmack von der Freude der Begegnung mit dem auferstandenen Christus.

Der tiefere Grund findet sich jedoch in der Botschaft, die in den Schriftlesungen der heutigen Liturgie enthalten ist, die wir soeben gehört haben.

Sie erinnern uns daran, daß wir trotz unserer Unwürdigkeit die Empfänger der unendlichen Barmherzigkeit Gottes sind. Gott liebt uns auf eine Weise, die wir »hartnäckig« nennen könnten, er umgibt uns mit seiner unerschöpflichen Liebe.

(Papst Benedikt XVI.)

Ihnen allen eines gesegneten vierten Fastensonntag!

Pfarrer und Pfarrei