Zum Inhalt springen

Mitteilungen vom 07. Nov. - 08.Dez. 26

Mitteilungen-aus-dem-Pastoralraum.png_1014204199
Datum:
5. Nov. 2026
Von:
Norbert Holzamer

Eine Kirche des Teilens

In wenigen Tagen feiern wir das Fest des heiligen Martin. Unzählige Male ist dargestellt, wie er den Mantel teilt. Diese schlichte Geste ist zu einem Symbol dafür geworden, was es heißt Christ zu sein. Die Martinszüge, die an vielen Orten stattfinden, tragen diese Botschaft in die Welt hinaus und sind deshalb viel mehr als x – beliebige „Lichterfeste“. Der heilige Martin ist zum Patron unzähliger Orte und Kirchen geworden, auch der unseres Bistums. Hoch oben auf dem Dom in Mainz kann man ihn sehen – unübersehbar, ikonisch.

Eine „Kirche des Teilens“ sollen wir sein – davon spricht Bischof Peter Kohlgraf immer wieder. Solches Reden ist nicht nur etwas für Festpredigten. Denn tatsächlich lebt unsere Gemeinde und Gemeinschaft von Menschen, die ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und Begabungen einbringen und teilen. Ob in der Liturgie, in der Caritas, in der Kinder – und Jugendarbeit oder bei vielen Aufgaben hinter den Kulissen: Unzählige Dienste werden von Ehrenamtlichen getragen.

So wollen wir – nachdem unsere hauptamtliche Küsterin bald ihren Dienst beendet - in St. Cäcilia neue Wege gehen und ein ehrenamtliches Küsterteam aufbauen. Die vielfältigen Aufgaben des Küsterdienstes sollen von mehreren Menschen gemeinsam getragen werden: Vorbereiten der Gottesdienste, Aufschließen der Kirche, das Läuten der Glocken, die Sorge um die Gewänder, Geräte und Gefäße, das Umgehen mit Messdienern und anderen Beteiligten. Nichts geschieht von allein oder ist selbstverständlich. Wenn mehrere Menschen mitmachen, können diese Aufgaben jedoch auf mehrere Schultern verteilt werden.  Nur so ist möglich, dass wir auch weiterhin frohe und würdige Gottesdienste feiern können, nur so erhalten wir unsere wunderbare Kirche St. Cäcilia.

Das Beispiel des Küsterdienstes macht deutlich, worum es geht: Unsere Gemeinden brauchen Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und ihre Begabungen und Charismen (mit) teilen. Die Lebendigkeit unserer Gemeinden, die Vielfalt ihrer Angebote und die Feier unseres Glaubens wären ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Frauen und Männer und Jugendlicher nicht denkbar. Diese Menschen sind nicht einfach Helferinnen und Helfer am Rand. Sie sind ein wahrer Schatz, für den wir dankbar sein können.

Der heilige Martin begleite uns mit seinem Beispiel und seiner Fürsprache. Im Lied - Gotteslob Nr. 925 -ist das so formuliert:

 „Dein Wohltun mahnt auch heut die Welt/ zu helfen, wie es Gott gefällt,/ geschwisterlich zu teilen,/ der Menschen Not zu heilen.“

Martin Weber, Pfr.