Nachruf auf Josef Dehmer

Geboren am 8. Mai 1955, war Josef Dehmer über viele Jahre hinweg ein engagiertes und geschätztes Mitglied unserer Pfarrgemeinde. Nach seinem Zuzug nach Rembrücken brachte er seine Fähigkeiten, seine Glaubensüberzeugung und seine Zeit in vielfältiger Weise in das Leben der Gemeinde ein. Sein Wirken war geprägt von Verlässlichkeit, Bescheidenheit und großer Hingabe an Kirche und Gemeinschaft.
Im Jahr 2003 wurde Josef Dehmer bei der konstituierenden Sitzung des Pfarrgemeinderates zum Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates gewählt. In dieser Zeit wurde die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinden Mariä Opferung Rembrücken und St. Cäcilia Heusenstamm intensiviert. Gemeinsam mit Pfarrer Anton Sauer, der beide Gemeinden betreute, setzte er wichtige Impulse für ein lebendiges Miteinander und eine enge Zusammenarbeit der kirchlichen Gremien.
Sein Engagement war außerordentlich vielfältig. Viele Jahre sang er zunächst im Kirchenchor Hainhausen-Rembrücken und gehörte seit dessen Gründung im Jahr 2007 dem Chor Jubilate Deo an. Mit seiner Freude an der Kirchenmusik trug er wesentlich zur Gestaltung zahlreicher Gottesdienste und Konzerte bei.
Darüber hinaus war Josef Dehmer als Kantor, Lektor, Kommunionhelfer und Wortgottesdienstleiter tätig. Gemeinsam mit anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern übernahm er Verantwortung in der Liturgie und schenkte der Gemeinde durch seinen Dienst eine verlässliche geistliche Begleitung. Unter anderem auch als Leiter von Wort – Gottes - Feiern. Während der Krankheitszeit von Pfarrer Anton Sauer übernahm er zudem wiederholt sonntägliche Gottesdienste und stellte damit die Seelsorge und das gottesdienstliche Leben der Gemeinde sicher.
Neben seiner Tätigkeit im Pfarrgemeinderat war Josef Dehmer auch lange im Verwaltungsrat tätig und wirkte an vielen wichtigen Entscheidungen für die Zukunft der Gemeinde mit. So engagierte er sich unter anderem für die Sanierung der Orgel in der Pfarrkirche.
Besonders in Erinnerung bleiben auch die von ihm begleiteten und organisierten Pfarrgruppenreisen, unter anderem nach Rom, Irland und Santiago de Compostela. Für viele Teilnehmer wurden diese Fahrten zu wertvollen Erfahrungen des Glaubens und der Gemeinschaft.
Wichtig war Josef Dehmer die Unterstützung des Missionsprojektes im Kongo, zusammen mit Mechthild Schreiner. Außerdem war er Vorstandsmitglied im Förderverein Balthasar Neumann e.V. Da ihm die Ökumene am Herzen lag, wirkte er immer wieder aktiv bei den Bahnhofsgottesdiensten In Heusenstamm mit.
Josef Dehmer war ein Mensch, der seinen Glauben glaubwürdig lebte. Er suchte nicht das Rampenlicht, sondern stellte seine Fähigkeiten und seine Zeit selbstverständlich in den Dienst anderer. Sein Einsatz für Liturgie, Kirchenmusik hat das Leben unserer Pfarrgemeinde über Jahrzehnte hinweg bereichert und geprägt.
Mit Josef Dehmer verliert die Pfarrgemeinde Mariä Opferung einen engagierten Christen, einen treuen Wegbegleiter und einen Menschen, dessen Wirken weit über die übernommenen Ämter hinausreichte. Viele Menschen haben durch ihn Gemeinschaft, Glauben und Ermutigung erfahren.
In Dankbarkeit blicken wir auf sein Leben und sein vielfältiges Engagement zurück.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, besonders seiner lieben Frau Anita.
Am 13. August nehmen wir um 13 Uhr auf dem Friedhof in Rembrücken von Josef Dehmer Abschied. Am 16. August gedenken wir seiner in der Heiligen Messe um 18.30 Uhr in der Kirche Mariä Opferung. In all dem wird deutlich, was die Mitte unseres Glaubens ist und was auch über der Todesanzeige von Josef Dehmer steht: „Auferstehung ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere Liebe“ (Hl. Augustinus).