Zum Inhalt springen

Kolpingsfamilie Dietzenbach :Rohstoffe in Handys nutzen – nicht entsorgen

ausgediente Handys
Unter diesem Motto ruft die Kolpingsfamilie Dietzenbach, St. Martin, ab dem 27. September2026 zur Spende von alten ausgedienten Handys auf.
Datum:
21. Sept. 2026
Von:
Helena Doetsch

Fast jeder Haushalt hat ein oder mehrere Handys zuhause, die nicht mehr genutzt werden. Bevor die ausgedienten oder defekten Mobiltelefone in der Schublade ein unwirtschaftliches Dasein fristen und vergessen werden, können diese wieder mit ihren Rohstoffen in den Kreislauf zurückgeführt werden.

In unseren Handys bzw. Smartphones sind wertvolle Erze und Metalle verbaut. Es sind Rohstoffe, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen z.B. im Kongo abgebaut werden. Die gespendeten Handys werden recycelt. Die Kolpingsfamilie bringt die Handys zu einer Scheideanstalt. Hier werden die Rohstoffe aus den Handys genommen und wieder verarbeitet.

Die Spendenaktion beginnt als Daueraktion am 27. September 2026. Sammelboxen werden in den Kirchen St. Martin, Dietzenbach; Maria Himmelskron und St. Cäcilia in Heusenstamm sowie in Mariä Opferung in Rembrücken aufgestellt.

Zu den Gottesdienstzeiten können die ausgedienten Handys abgegeben werden. Die Aktion läuft erst einmal auf unbegrenzte Zeit.

Gesammelt werden alle Handys, egal welchen Alters. Die Simkarten und Akkus sind zu entfernen. Nicht gesammelt werden Haustelefone und Tablets.

Der Erlös der Sammlung geht an soziale Projekte des katholischen Pfarrvikars in der Gemeinde St. Martin Sudhakar Reddimasu in seinem Heimatland Indien. Hier kann für wenig Geld ua. ein kleines Haus gebaut, Kinder können mit Nahrung und Kleidung versorgt werden.

Das Wirken der Kolpingsfamilien weltweit geht zurück auf den katholischen Priester und Sozialreformer Adolph Kolping, der im 19. JH lebte. Mit Beginn der Industrialisierung in Deutschland und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen, die ihre Anstellung verloren haben, hat Adolph Kolping diese gefördert und wieder in Arbeit gebracht. Daraus ist weltweit ein soziales Netz entstanden, in dem sich auch heute die Kolpingsfamilien für sozial Schwächere einsetzen.

Ansprechpartner seitens der Kolpingsfamilie in Dietzenbach sind Anton- Kurt Schmid unter anton-kurt.schmid1@gmx.de und Ralf Drücke unter ralf.druecke@web.de