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St. Gottfried Butzbach:„Hoffnung des Glaubens teilen“

Ein Priester in weißem Messgewand an einem Altar mit ausgebreiteten Händen.
Datum:
Mo. 15. Juni 2026
Von:
Andrea Kipp

Pfarrer Johannes Gans feierte Priesterjubiläum in seiner Heimatgemeinde Sankt Gottfried

Dankbarkeit, Hoffnung und auch Nachdenklichkeit prägten den Gottesdienst zum 40-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Johannes Gans am Sonntag in der Sankt Gottfriedskirche. Der gebürtige Butzbacher feierte sein Jubiläum in seiner Heimatgemeinde. „Hier wurde ich getauft, hier feierte ich meine Primiz“, erinnerte sich der Jubilar. 
Viele Butzbacher waren gekommen, um mit ihm zu feiern, darunter auch sein Vater und weitere Familienmitglieder. „Jesus geht unsere Wege mit“, sagte er zu Beginn des Gottesdienstes. Auf seinem Weg als Priester im Bistum Mainz hat er etliche Aufgaben und Funktionen übernommen: Die Kaplansjahre verbrachte er in Mainz, Alzey und Nieder-Olm, er war Pfarrer in Nierstein und Oppenheim, Dekan im Dekanat Mainz-Süd und Geistlicher Leiter bei der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Bistum. Von 2005 bis 2024 war Johannes Gans Klinikseelsorger in Darmstadt, ab 2015 außerdem auch in den Gemeinden Sankt Ludwig und Sankt Fidelis in Darmstadt tätig. Heute ist der 65-Jährige Seelsorger im Pastoralraum Darmstadt-Mitte und ab 2027 in der künftigen Pfarrei Sankt Lucia Darmstadt. 
Die Arbeit mit den jungen Menschen in der KLJB habe ihn besonders geprägt, erinnerte er sich in seiner Predigt. Gemeinsam Wege des Glaubens zu gehen, Entwicklungen wachsen zu lassen und Quellen der Hoffnung zu teilen – das präge ihn bis heute. Jesus führe die Menschen in die Glaubensgemeinschaft. Er führe in eine neue Freiheit und befreie von dem Zwang, sich selbst wertvoll machen zu müssen. „Jedes Bruchstück ist kostbar!“, sagte Gans. Die Aussendung der Jünger im Tagesevangelium bezog er nicht nur auf die Priester, sondern auf alle Gläubige. Er bedauerte, dass die Frauen, die zum Kreis der Jünger gehörten, in der kirchlichen Tradition später oft vergessen wurden und betonte die Wichtigkeit des Synodalen Wegs in der Kirche, der „leider immer wieder ins Stocken“ komme. „Gott ist uns nahe. Das ist keine fromme Soße, sondern das ist das Fundament unseres Glaubens“, betonte Pfarrer Gans. Jesus habe alle Menschen geliebt ohne Bedingungen, auch die Ausgegrenzten. „Wir sind wertvoll – unabhängig davon, was wir leisten.“ Die Hoffnung des Glaubens brauchten die Menschen auch heute angesichts von Kriegen, Ängsten und Klimawandel. Es sei für jeden wichtig, Menschen zu haben, die auch in schwerer Zeit da sind. Er ermutigte dazu, sich gegenseitig Mut zu machen und Zeugnis zu geben von dem Guten, das Gott an den Menschen getan habe. Er betete auch für Donald Trump und alle Herrschenden, „dass Gott ihre Herzen zum Guten lenke und ihnen Weite und Offenheit schenke“. 

Eine Frau schüttelt einem Mann die hand, weitere Menschen stehen im Hintergrund.

Gans bedankte sich beim Singkreis der Gemeinde, der unter der Leitung von Esther Watanabe und begleitet von Bardo Langsdorf den Gottesdienst mitgestaltete. Nach dem Gottesdienst gratulierten viele Gemeindemitglieder Pfarrer Gans beim Kirchencafé vor dem Gotteshaus.