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St. Remigius Ober-Mörlen:Patrozinium und Erntedank in St. Remigius

Erntedankfest 2026 - St. Remigius Ober-Mörlen
Datum:
Mo. 12. Okt. 2026
Von:
Kai Schraub
Statue des heiligen Remigius in der Pfarrkirche Ober-Mörlen

Zum Patroziniumsfest des heiligen Remigius (1. Oktober), Patron der Ober-Mörler Pfarrkirche und Namensgeber des Kirchenchores, gestaltete am deutschen Einheitsfeiertag der kath. Kirchenchor „St. Remigius“ die Abendmesse gesanglich mit. Mit drei Chorstücken und drei Zwischengesängen zum Festgottesdienst trugen die Sängerinnen und Sänger zur Gestaltung und Ausschmückung der heiligen Messe bei. Ein für den Chor neues „Gloria“ nach einem Satz von Johann Simon Kreuzpointer wurde ebenso erstmals aufgeführt wie auch das Chorwerk „Seht Brot und Wein (Früchte der Erde…)“ mit E-Pianobegleitung passend zur Gabenbereitung in der Erntedankzeit.

Das im Kirchenchor beliebte Stück „Der Herr ist mein Hirt“ von Bernhard Klein erfüllte das Kirchenschiff zur Kommunion ganz mit harmonischem Klang. Es war schön zu hören wie die Arbeit der neuen Chorleiterin Kornelia Rebel Früchte trägt, sagte Pfarrer Tobias Roßbach gegen Ende der Messe. An der Orgel wirkte Agnes Margraf.

In den Strophen des „Remigiusliedes“ wurde an den Kirchenpatron Remigius von Reims (* vermutlich 436 in Laon + 13. oder 15.01.533 in Reims) erinnert und seiner gedacht, denn sein Nachlass als großer Heiliger des fränkischen Volkes und Wegbereiter des Christentums in Europa zu einer dunklen und schweren Zeit der Völkerwanderung und des Umbruchs wirkt bis heute.

Eine Woche darauf wurde im festlichen Hochamt der Erntedanksonntag in Ober-Mörlen nach gefeiert.
Das Orgelspiel von Hans-Jörg Weckler zur Dankmesse verlieh dem Gottesdienst Harmonie und eine große Klangfülle. „Man soll die Feste feiern wie sie fallen und wenn das Fest von Herzen kommt ist der Dank umso herzlicher“ predigte Pfarrer Roßbach.

An einem zum Erntedank vom Pfarrei-Team bunt und reich geschmückten Altar gedachte die Gemeinde der Erntegaben, die vom Pfarrer gesegnet wurden. Es war ein trockenes und sehr warmes Jahr 2026, Regen wurde vielerorts kläglich vermisst. Umso dankbarer ist man über die gewonnene Frucht der Erde und den Lohn der Ernte.

Schon in vorchristlicher Zeit gab es einen Erntedankritus, in der römisch-katholischen Kirche ist das Erntedankfest seit etwa dem 3. Jahrhundert belegt. Das Fest wird traditionell mit der Darbietung von Erntegaben am Altar begangen und somit die Herbstzeit begonnen. Die aus der Gemeinde gespendeten Lebensmittel werden später der „Friedberger Tafel“ gestiftet, weil nicht jeder einen reichlich gedeckten Tisch besitzt, so die Worte des Pfarrers.

„Wer dankbar erntet, trägt den Sommer weiter in ein goldenes Herbstgefühl“ (Sinnspruch zum Erntedankfest)