St. Gottfried Butzbach:Tanzend auf dem Weg zur eigenen Mitte

Labyrinth war Thema des Frauenfrühstücks im Gemeindehaus von St. Gottfried
Tanzend unterwegs auf wechselnden Pfaden waren – entsprechend dem Thema der Veranstaltung - am Samstag die Teilnehmerinnen des Frauenfrühstücks der Gemeinde St. Gottfried. Tänze rund um das Thema Labyrinth standen im Mittelpunkt des Vormittags.
Die Referentin Inge Schneider aus Ober-Mockstadt war manchen schon bekannt: Vor zehn Jahren hatte sie schon einmal ein Frauenfrühstück mit einfachen meditativen Tänzen geleitet. „Ein Labyrinth ist kein Irrweg, es führt immer in die Mitte“, führte die 70-Jährige ins Thema ein. Ein Tuch auf dem Boden zeigte, was sie damit meinte: In der Mitte eines Labyrinths stand ein Engel mit einer brennenden Kerze. „In der Mitte ankommen bei uns selbst und bei Gott sei das Ziel des Labyrinths. Es werde meist als Symbol für den eignen Lebensweg verstanden: Auch der sei oft geprägt durch Um- und Irrwege, durch Kurven, die daran erinnern, dass man einmal etwa Neues im Leben ausprobieren könnte. Sie erzählte von alten Labyrinthen und auch von einer Bewegung, die in Europa viele Labyrinthe angelegt hat. Wichtig sei, sich „mit Kopf und Bauch“ auf ein Labyrinth einzulassen. Und genau das taten die 32 Frauen, die zum Frauenfrühstück aus der Pfarrei Heiliger Bardo und auch von außerhalb gekommen waren.
Bei verschiedenen einfachen Tänzen setzten sie sich mit dem Thema Labyrinth tanzend und teils auch singend auseinander. In meditativen Schritten liefen sie zur Musik in verschiedenen Varianten durch den Saal des Gemeindehauses, einige schauten auch einfach dabei zu. Ein irischer Reigen stand am Anfang, dann folgte das „Lied der Ariane“ und der Kanon „Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht“, der den Frauen bereits aus anderen Veranstaltungen bekannt war, aber nun eine andere Deutung bekam. Ungewöhnlich war der Klang eines Liedes der heiligen Hildegard von Bingen. Der franziskanische Gruß „Pace e bene“ (Frieden und Gutes) war Thema eines Tanzes von Helge Burggrabe, und zum Abschluss folgte ein Lied von Kylie Minogue.
Was die einzelnen Teilnehmerinnen bei den meist langsamen rhythmischen Bewegungen dachten und empfanden, blieb jeweils ihr Geheimnis und war vermutlich so unterschiedlich wie die Frauen und ihre Lebensgeschichten. Doch der lange Applaus zum Abschluss lies ahnen: Der Vormittag hat viele von ihnen angesprochen und nicht nur äußerlich etwas in Bewegung gesetzt. Monika Schuck-Purpus dankte Inge Schneider und dem Vorbereitungsteam, das wieder ein umfangreiches Buffet und eine ansprechende herbstliche Tischdekoration geboten hatte, für den Einsatz.