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Informationen und Termine des Caritasverbandes Worms e.V.

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Datum:
Do. 23. Apr. 2026
Von:
Martina Bauer

Caritas-Einrichtung in Armsheim öffnet ihre Tore

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Armsheim. Der Marienhof in Armsheim lädt zum Hoffest ein: Am Freitag, 29. Mai 2026, sind die Tore in der Bahnhofstraße 113 von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Bei Kaffee und Kuchen bieten die Mitarbeiter:innen Rundgänge und gute Gespräche an. „Insbesondere für Angehörige unserer Klient:innen, aber auch für alle Armsheimer, Vereine, Schulen und Vertreter:innen aus Politik und Sozialleben wollen wir an diesem Tag unsere Türen öffnen, Fragen beantworten, uns vorstellen und Kontakte knüpfen“, sagt Peter Hach, der den Marienhof leitet.

Der Marienhof ist eine Außenstelle des Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Marien in Worms; Träger ist der Caritasverband Worms e.V. Auf dem modernisierten Hofgut in Armsheim unterhält die Caritas eine stationäre und eine Verselbständigungsgruppe. In der reizarmen, aber dennoch verkehrstechnisch gut angebundenen ländlichen Umgebung finden insgesamt 14 Jugendliche ein Zuhause auf Zeit, in dem sie gut betreut und auf das Leben vorbereitet werden. Dazu ist der Marienhof auch ein Standort der Ambulanz des Kinder- und Jugendhilfezentrum, von wo aus Kinder, Jugendliche und Familien in der Region betreut werden. Auch zwei Wohneinheiten für das „Clearing plus“, einer engen Betreuung für Familien, gibt es auf dem Marienhof.

 

Infos & Kontakt

Marienhof Armsheim, Bahnhofstraße 113, 55288 Armsheim, Telefon 06241 48036-485, peter.hach@caritas-worms.de, www.caritas-worms.de/marienhof

Geselligkeit statt Einsamkeit

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Mit Senioren-WGs bietet die Caritas in Worms und der Region Betreuung und Pflege nach individuellen Bedürfnissen – auch mit Demenz

Worms. Donnerstagmorgen, 10.30 Uhr. Im hellen Gemeinschaftssaal der Senioren-WG St. Sebastian in Worms-Abenheim sitzt Hans Lautenschläger am Fenster. Vor ihm liegt die Tageszeitung, die er in der vergangenen Stunde aufmerksam studiert hat, auch wenn er dafür längst eine Lupe braucht. Jeden Tag ist sie seine geliebte Begleiterin und Routine – sie und das Team um WG-Leiterin Olesya Mayer: „Seit ich hier lebe, muss ich mir um nichts mehr Gedanken machen“, sagt der 96-Jährige und lächelt. Dabei war ihm die Entscheidung zum Umzug zunächst gar nicht leichtgefallen.

Hans Lautenschläger erinnert sich noch ganz genau: Es war ein Samstagmorgen vor gut zwei Jahren, als ihm klar wurde: Er kann und will die Treppe ins Obergeschoss seines Hauses in Osthofen nicht mehr bewältigen. Zu schwer fallen ihm die Stufen, zu schlimm schmerzen die Knie. Auch wenn er sehr an seinem Zuhause hängt: „Ich konnte nicht mehr“, erinnert sich Hans Lautenschläger. Doch seine Tochter hat Rat. Sie arbeitet bei der Caritas in Worms – und weiß um ein freies Zimmer in St. Sebastian. Ihr Vater sagt zu. Dann geht alle zügig.

Seit seinem Umzug habe sich sein Leben sehr zum Positiven verändert, berichtet 96-Jährige, der früher als gelernter Speditionskaufmann und Schifffahrtsspediteur in den Häfen Europas unterwegs war und mit Klienten weltweit über Lieferverträge verhandelte. 25 Jahre habe er mehr oder weniger alleine gelebt; nun könne er jederzeit Gesellschaft haben, wenn ihm danach sei. „Wir haben hier ein gutes Verhältnis untereinander. Hier sitzt man nicht blöd zu Hause rum und langweilt sich“, betont er. Und das gelte auch für die Pflege- und Betreuungskräfte. Immer wieder schicken sie ein Lächeln zu Hans Lautenschlägers Tisch – und er lächelt gern zurück. Ob bei der morgendlichen Gymnastik nach dem Frühstück, Spiele-Runden oder dem täglichen Kaffeetrinken am Nachmittag: „Wenn ich Gesellschaft will, finde ich sie hier, wenn nicht, ziehe ich mich auf mein Zimmer zurück“, sagt der 96-Jährige und schiebt die Vase mit roten Rosen auf dem Tisch zurecht, die noch von seinem Geburtstag vor einigen Tagen stammen.

Derweil zieht der Duft von Hausmannskost durch den Raum: In den Töpfen in der großen, offenen Gemeinschaftsküche, die direkt an den Essbereich anschließt, köcheln Kartoffeln, Sauerkraut und Rindfleischsuppe vor sich hin. „Wir werden hier verwöhnt“, sagt Lautenschläger und lacht einmal mehr. Er lebe im Schlaraffenland, betont er mehrfach an diesem Morgen. Denn wann immer möglich erfüllten WG-Leiterin Olesya Mayer und ihr Team auch Essenswünsche. „Bei Grießbrei sage ich nie nein“, verrät der 96-Jährige.

Dass in den Senioren-WGs der Caritas frisch gekocht wird, ist für Sabine Schatt, Leiterin der Wohngemeinschaften im Caritasverband Worms e.V, selbstverständlich. Gemeinsame Mahlzeiten mit hochwertigen Speisen machten einen großen Teil des sozialen Lebens aus – im eigenen Zuhause ebenso wie in einer Wohngemeinschaft. „Am Tisch tauscht man sich aus, kommt ins Gespräch, erlebt Gemeinschaft“, ist sie überzeugt. Das gelte für alle vier Häuser mit Senioren-Wohngemeinschaften, die der Caritasverband in Worms und Mörstadt unterhält. Dabei gibt es Einrichtungen mit und ohne Demenz-Schwerpunkt; die erste wurde bereits 2007 als eine der ersten ihrer Art in Rheinland-Pfalz eröffnet. „Wir tragen dem Wunsch vieler Menschen Rechnung, im Alter möglichst sozialraumorientiert und selbstbestimmt leben zu können“, betont Sabine Schatt.  

„Uns ist es wichtig, dass unsere Mieterinnen und Mieter so selbstbestimmt wie möglich leben können“, sagt auch Katja Zamzow. Fachbereichsleiterin der Altenhilfe im Caritasverband Worms e.V. Ganz gleich, ob mit oder ohne Demenz: Es gehe um ein würdiges, gut versorgtes Leben, um Teilhabe und Geborgenheit in einem geschützten Raum und auf die individuellen Bedürfnisse angepasst. Darauf sollen sich auch die Angehörigen verlassen können. „Es ist entscheidend, dass wir ein gutes Vertrauensverhältnis pflegen. Wenn sie ihre Mutter oder ihren Vater bei uns gut untergebracht wissen, ist das eine wirkliche Entlastung“, weiß Katja Zamzow. Dabei sind die Wohngemeinschaften zwischen der ambulanten Betreuung und Pflege und der vollstationären Versorgung einzuordnen. „Wir können in den kleinen WG-Einheiten flexibel auf Bedarfe eingehen – sei es von unseren Mieterinnen und Mietern oder vom Team“, erklärt sie. Mit einem festen Pflegeschlüssel von 1:6 sei zudem sichergestellt, dass das Team wirklich Zeit für individuelle Pflege und echte Zuwendung habe. „Dieses Mehr ist und wichtig, es geht schließlich um die Menschen“, sagt Katja Zamzow.

Und Hans Lautenschläger? Der hat die Entscheidung, in eine WG zu ziehen, nie bereut. „Wenn ich was Schlechten hier über das Haus und die Mitarbeiterinnen sagen würde, würde ich lügen“, sagt er und rückt seinen Rollator am Tisch zurecht. Das Essen ist gleich fertig. Lächelnd begrüßt er seine Mitbewohner:innen, die nach und nach eintrudeln.

Kontakt

Weitere Informationen zu den Senioren-WGs des Caritasverbandes Worms e.V. gibt es bei Sabine Schatt, Leiterin der Wohngemeinschaften im Caritasverband Worms e.V., sabine.schatt@caritas-worms.de, Telefon 06241 9116-1006, sowie unter www.caritas-worms.de/wohngemeinschaften.

Foto (honorarfrei, Caritasverband Worms e.V.):

Genießt das Leben in der WG und hat den Umzug nicht bereut: Hans Lautenschläger lebt mit seinen 96 Jahren im Caritas-Haus St. Sebastian in Worms-Abenheim.

Sicher im Pflegealltag handeln

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Wormser Caritas schult Mitarbeiter:innen ihres ambulanten Pflegedienstes St. Lioba mit Selbstverteidigungskurs

Worms. Auf großes Interesse ist ein Selbstverteidigungskurs gestoßen, den der Caritasverband Worms e.V. für die Mitarbeiter:innen der Sozialstation St. Lioba angeboten hat. Der Kurs war gut besucht und machte deutlich, wie wichtig solche Angebote gerade für Beschäftigte in der ambulanten Pflege sind.

Denn wer in der ambulanten Pflege arbeitet, ist täglich allein unterwegs und erlebt immer wieder unvorhersehbare Situationen. Im Mittelpunkt des Kurses standen deshalb nicht Kampf oder körperliche Auseinandersetzung, sondern die Frage, wie sich kritische Momente frühzeitig erkennen, durch Kommunikation entschärfen und im Notfall kontrolliert bewältigen lassen.

„Unsere Mitarbeitenden brauchen Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen. Genau das hat der Kurs vermittelt: Gefahren richtig einschätzen, ruhig bleiben, klar kommunizieren und im Ernstfall kontrolliert handeln“, sagt Lucas Kiefer, Pflegedienstleiter der Sozialstation St. Lioba. „Es geht ausdrücklich nicht um Kampf, sondern darum, die eigene Handlungssicherheit zu stärken und sich selbst schützen zu können.“

Auch Katja Zamzow, Fachbereichsleiterin Altenhilfe beim Caritasverband Worms e.V., unterstreicht die Bedeutung solcher Schulungen: „Ambulante Pflege ist ein Arbeitsfeld mit großer Nähe zu Menschen und mit ganz unterschiedlichen Situationen im Alltag. Umso wichtiger sind Angebote, die Mitarbeitende in ihrer Wahrnehmung stärken, deeskalierende Kommunikation fördern und ihnen Sicherheit für den Notfall geben.“

Mit dem gut angenommenen Kurs setzt der Caritasverband Worms e.V. ein wichtiges Zeichen für mehr Sicherheit und Handlungskompetenz in der ambulanten Pflege.

Fotos (honorarfrei, Caritasverband Worms):

Im Selbstverteidigungskurs zeigte Kiara Mager (links) vom Kickbox-Team KiBo den Teilnehmer:innen, auf was es in Konfliktsituationen ankommt: Neben klarer Kommunikation und Deeskalation standen auch Verteidigungstechniken auf dem Plan, die auch außerhalb des Berufslebens mehr Sicherheit in bedrohlichen Situationen vermittelten.

Mit Herz, Einsatz und Muskelkraft

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TV Kleinniedesheim und Caritas-Einrichtung stemmen Etappe der „Tour de Jugendhilfe“ mit 150 Teilnehmer:innen

Worms/Kleinniedesheim. Ein sportlich-pädagogisches Radevent hat in Worms und Kleinniedesheim Station gemacht: die „Tour de Jugendhilfe“. Die nach dem Vorbild der Tour de France veranstaltete einwöchige Deutschland-Rundfahrt für Kinder und Jugendliche aus stationären Jugendhilfeeinrichtungen führte täglich über rund 100 Kilometer Wegstrecke. Vom 1. auf den 2. April 2026 schlugen die Teilnehmer:innen ihre Zelte in Kleinniedesheim auf dem TV-Vereinsgelände auf.

Ein Plakat mit dem Aufruf „Helfer gesucht“ reichte aus, um 20 engagierte Menschen aus dem Turnverein Gut Heil 1912 Kleinniedesheim und dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Marien des Caritasverbandes Worms e.V. zu motivieren – für die Mitarbeit bei einem Mega-Sportevent der Jugendhilfe, wie sich schnell herausstellte: der „Tour de Jugendhilfe“.

Die Tour-Organisatoren Markus Novak vom Bonner Jugendhilfeträger „Kleiner Muck“ und Christian van Rens vom Raphaelshaus (Dormagen) waren entsprechend nicht wenig erstaunt über die perfekt durchorganisierte Verpflegungsmaschinerie, die sie beim Eintreffen in Kleinniedesheim vorfanden. Vereinsvorständin Sandra Kapper, die gleichzeitig Bereichsleiterin der stationären Kinder- und Jugendhilfe in St. Marien ist, hatte nicht nur das Zelten auf dem Vereinsgelände und die Nutzung der sanitären Anlagen ermöglicht, sondern auch für die Essensversorgung der rund 150 Menschen gesorgt. Insgesamt wurden 160 Würste, 45 Kilo Pommes und 30 Kilo Salate verzehrt, und für den Nachtisch gab es ein Büfett mit selbstgemachten Kuchen.

An der Getränke- und Essensausgabe sowie an den Spülmaschinen arbeiteten Vereinsmitglieder und Mitarbeiter:innen aus St. Marien ehrenamtlich Hand in Hand um sicherzustellen, dass die erschöpften Kinder, Jugendlichen und mitreisenden Betreuer:innen nicht lange warten mussten. Auch für das Frühstück und saubere Trikots am nächsten Morgen war gesorgt, sodass sich die Tour-Teilnehmer:innen gut gestärkt auf die nächsten 100 Kilometer begeben konnten.

„Viel Arbeit, aber es hat allen Spaß gemacht!“, lautete das einhellige Fazit der Helfer:innen. Die „Tour de Jugendhilfe“ förderte nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen körperliche Fitness und Selbstvertrauen durch das herausfordernde Radsport-Event. Auch die Ehrenamtlichen waren am Ende stolz darauf, diese Herausforderung gemeinsam und im Team mit Bravour gemeistert zu haben.

Fotos (honorarfrei, Caritasverband Worms):

Bei der Zieleinfahrt auf dem Vereinsgelände in Kleinniedesheim waren die Teilnehmer:innen begeistert von der guten Organisation seitens des Vereins – und von der guten Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen des TV und der Caritas.

Auf dem Vereinsgelände konnten die Tour-Teilnehmer ihre Zelte aufschlagen. Rund 20 Ehrenamtliche von TV Kleinniedesheim und Wormser Caritas kümmerten sich um die Versorgung der Kinder und Jugendlichen.