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Musik begleitet sie seit ihrer Kindheit:15-Jährige setzt ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft der Kirchenmusik

Frau mit Orgel in der Kirche
Datum:
27. Juli 2026
Von:
Christiane Raabe | Redaktion

Mit großer Freude und beeindruckender Sicherheit hat die 15-jährige Annika Döbert erstmals einen kompletten Gottesdienst in der Kirche Heilig Geist Vielbrunn an der Orgel musikalisch gestaltet. Für die junge Musikerin ist dies ein besonderer Meilenstein – und für die Kirchengemeinde ein hoffnungsvolles Zeichen, dass sich auch junge Menschen mit Leidenschaft und Verantwortung in die Kirchenmusik einbringen.

Musik ist für Annika weit mehr als ein Hobby. Bereits im Alter von drei Jahren sammelte sie ihre ersten musikalischen Erfahrungen im Musikgarten. Es folgten sieben Jahre Akkordeonunterricht. Heute ist sie Sängerin und Akkordeonspielerin der katholischen Band Thalia und wirkt außerdem beim Erbacher-Michelstädter Theatersommer mit, wo sie singt, tanzt und verschiedene Rollen übernimmt.


Glaube und Engagement gehören zusammen

Auch in ihrer Kirchengemeinde engagiert sich Annika seit vielen Jahren. Seit ihrer Erstkommunion ist sie Messdienerin und übernimmt Verantwortung im Gemeindeleben. Der Wunsch, selbst die Gottesdienste musikalisch zu begleiten, entstand, als zeitweise kein Organist zur Verfügung stand. Die frühere Vielbrunner Organistin Maria Pitzal weckte ihre Begeisterung für die „Königin der Instrumente“ und ließ sie erste Melodien auf der Orgel spielen.


Mit Fleiß zum ersten vollständigen Orgeldienst

Seit September 2025 wird Annika von Regionalkantorin Anna Kobinger an der Kirchenorgel ausgebildet. Nach ersten musikalischen Beiträgen im Gottesdienst im Frühjahr dieses Jahres wagte sie nun den nächsten großen Schritt und gestaltete erstmals einen gesamten Gottesdienst eigenständig an der Orgel. „Mich hat schon immer fasziniert, welche Töne man den Orgelpfeifen entlocken kann. Orgelmusik füllt den Raum. Das hat mich motiviert, dieses Instrument zu lernen.“


Ein Vorbild für junge Menschen

Pfarrvikar Ryszard Strojek zeigte sich beeindruckt von ihrem Engagement und hob besonders hervor, dass Annika die Lieder passend zum Gottesdienst ausgewählt hatte. Für ihn ist ihr Einsatz ein schönes Beispiel dafür, wie junge Menschen mit Begeisterung, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein das kirchliche Leben aktiv mitgestalten.

Mit ihrem ersten vollständigen Orgeldienst hat sich Annika nicht nur einen persönlichen Traum erfüllt. Sie setzt zugleich ein starkes und ermutigendes Zeichen für die Zukunft der Kirchenmusik in der Pfarrei.