Zum Inhalt springen

Unser spiritueller Impuls zum sechsten Sonntag der Osterzeit - 10. Mai 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Drei Kinder
Datum:
7. Mai 2026
Von:
Volkmar Raabe

Liebe Leserin, lieber Leser,
zum Muttertag denken wir an die Wege unseres Lebens – an die ersten Schritte, die wir nicht allein gegangen sind, und an die Menschen, die uns dabei begleitet haben. Das Bild von den drei Kindern auf dem Weg lässt etwas davon erahnen: Gemeinsam unterwegs sein, sich aneinander orientieren, Schritt für Schritt vorangehen – auch dann, wenn der Weg sich gabelt und nicht alles klar vor Augen liegt.

Viele von uns verbinden solche Bilder mit Erinnerungen: an eine Hand, die gehalten hat, an jemanden, der da war, der Mut gemacht und Vertrauen geschenkt hat. Mütter prägen auf diese Weise unser Leben – oft leise, oft ganz selbstverständlich, und doch von großer Bedeutung.

Das Evangelium vom 6. Sonntag der Osterzeit spricht von einer Liebe, die nicht allein lässt, die begleitet und trägt. Diese Zusage dürfen wir auch heute hören – mitten in unserem Alltag und auf den Wegen, die vor uns liegen.

So kann uns dieser Tag neu sensibel machen für das, was uns geschenkt wurde – und für die Menschen, die uns geprägt haben und bis heute auf unterschiedliche Weise mit uns unterwegs sind.

Jesus spricht im Evangelium vom 6. Sonntag der Osterzeit - Evangelium (Joh 14,15-21)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt,
werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten
und er wird euch einen anderen Beistand geben,
der für immer bei euch bleiben soll,
den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn,
weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen,
ich komme zu euch.
Nur noch kurze Zeit
und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich,
weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen:
Ich bin in meinem Vater,
ihr seid in mir
und ich bin in euch.

Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt;
wer mich aber liebt,
wird von meinem Vater geliebt werden
und auch ich werde ihn lieben
und mich ihm offenbaren

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Drei Kinder auf dem Weg – ein Bild, das dieses Wort Jesu sichtbar macht.
Sie gehen nicht allein – sie halten sich fest.
Und man spürt: Sie haben gelernt, einander zu vertrauen.

Doch bevor Kinder so gehen können, gab es jemanden, der sie an der Hand gehalten hat:
eine Mutter. Jemand, der vorausgegangen ist, der getröstet, getragen, ermutigt hat.

Im Evangelium sagt Jesus:
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen.“

Das ist genau diese mütterliche Zusage:
Du bist nicht allein. Ich lasse dich nicht fallen. Ich bleibe bei dir.

Mütterliche Liebe ist oft leise, aber stark:
Sie zeigt sich im Dasein, im Sorgen, im immer-wieder-Aufstehen.
Sie lässt los – aber nie fallen.
Sie geht nicht jeden Weg mit – aber sie lebt im Herzen der Kinder weiter.

Und so können die Kinder auf dem Bild ihren eigenen Weg gehen,
weil sie getragen sind von dieser Liebe.

Jesus sagt:
„Und ich bin in euch.“

Vielleicht können wir das heute so hören:
Die Liebe, die eine Mutter schenkt,
ist ein kleines Abbild von Gottes Liebe –
eine Liebe, die bleibt, die trägt und die weitergeht,
auch wenn sich Wege verändern.

Liebe Leserin, lieber Leser,

am Muttertag denke ich besonders an all die Frauen, die mit ihrer Liebe Leben prägen – oft still, oft selbstverständlich und doch von unschätzbarem Wert. Für sie erbitte ich Gottes Segen: Kraft für alles, was gefordert ist, Freude an den kleinen Momenten und Menschen, die ihre Liebe erwidern.

Jesus sagt: „Ich lasse euch nicht allein.“
Diese Zusage gilt auch ihnen – gerade dort, wo der Alltag herausfordert oder Sorgen drücken. Gott geht mit, stärkt und trägt.

Auch alle, die heute an ihre Mutter denken – in Dankbarkeit, in Verbundenheit oder auch mit einer leisen Sehnsucht –, möchte ich einschließen. Mögen sie erfahren, dass die Liebe, die sie geprägt hat, nicht verloren ist, sondern weiterlebt – und dass Gottes Nähe sie umgibt und ihnen Frieden schenkt.

Eine gesegnete Woche voller Wertschätzung, Freude und Zuversicht wünscht Ihnen
Volkmar Raabe, Diakon