Unser spiritueller Impuls zum 13. Sonntag im Jahreskreis - 28. Juni 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Liebe Leserinnen und Leser,
Das Leben gewinnen; das klingt so einfach. Doch die Lebenserfahrung lehrt, dass es doch mit Hindernissen verbunden ist. Das Bild von Kreuz, das allen zu tragen aufgegeben ist, ist Allgemeingut. Jeder Mensch hat sein Päckchen zutragen. Wer meint dieser Wirklichkeit entkommen zu können, irrt. Als Menschen sind wir gefordert in einer lebendigen Gemeinschaft zu wirken. In den Tagen vor dem Pfingstfest laden uns die biblischen Texte ein im Johannes Evangelium den besonde-ren Auftrag Jesu an die Jünger anzuschauen. In diesem Abschiedsgebet weiß er sich mit Gott verbunden und nimmt die Jünger in diese Gemeinschaft mit hinein. Sie sollen sich gestärkt wissen in den Mühen und Aufgaben, die sie als neue Gemeinde haben.
In der Nachfolge Jesu (Matthäus 10,37-42)
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Immer wieder treffen zwei Linien aufeinander und wir erleben, dass Kreuz bedeutet Auseinandersetzung und Belastung. Selbst wer die Familie dem Ruf Jesus vorzieht, wird nicht für würdig gehalten. Wer nicht die Last des ganzen Lebens auf sich nehmen will, erscheint schwach.
Doch so einfach wie der junge Mann auf dem Bild das Kreuz bei der Wallfahrt mitnimmt, geht es auch nicht immer. Aber will uns das Kreuz nicht auch daran erinnern, dass etwas an ein Ende kommt.
Ein Neubeginn leuchtet auf. Die eigenen Kräfte reichen nicht aus. Lass dir helfen. Mit dieser Sichtweise kann ich eine neue Lebenseinstellung finden. Wenn mir das „Kreuz“ den Blick für Möglichkeiten zeigt, die sogar mein Leben freier machen können. Ich finde das Leben nicht, indem ich es abschotte, sondern öffnen, macht mich dann auch fähig den anderen anzunehmen. Das Bild von dem Schluck Wasser, den ich dem Dürstenden reiche, ist eine unspektakuläre Sache. Doch es trägt in sich eine spürbare Kraft. Es zeigt, wie dicht die Werke der Barmherzigkeit bei diesem Bild vom Kreuztagen liegen. Es geht also nicht darum sich zu schinden, sondern es geht, um die Achtsamkeit in ein Leben miteinander gestellt zu sein.
Mit einem Gebetsabschnitt inspiriert von W. Steffel möchte ich sie gern im Alltag begleiten:
In jeder Begegnung neu.
Lass mein Leben nicht bloße Gewohnheit sein.
Auch wenn der Alltag oft Last ist
Dein Geist schenkt mir Kraft."
Ich wünsche einen gesegneten Weg durch die kommende Zeit
Jan. Mäurer Pfr.i.R.