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Unser spiritueller Impuls zum siebten Sonntag der Osterzeit - 17. Mai 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Priesterhände halten Kelch und Hostienschale in die Höhe.
Datum:
14. Mai 2026
Von:
Januarius Mäurer

Liebe Leserinnen und Leser,
In den Tagen vor dem Pfingstfest laden uns die biblischen Texte ein im Johannes Evangelium den besonde-ren Auftrag Jesu an die Jünger anzuschauen. In diesem Abschiedsgebet weiß er sich mit Gott verbunden und nimmt die Jünger in diese Gemeinschaft mit hinein. Sie sollen sich gestärkt wissen in den Mühen und Aufgaben, die sie als neue Gemeinde haben.

Abschiedsgebet Jesu (Joh 17,1-11)

Dies sprach Jesus. Und er erhob seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.

Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!  

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt.  Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast.

Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.  Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir!

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Dieses Gespräch Jesu mit dem Vater zeigt seine sensible Verbundenheit. Es ist in einer sehr dicht gefügten Sprache gehalten. Es ist als Bitte und Weisung ausgedrückt.  Über diesen Worten liegt ein verborgener Glanz. Alle Menschen sollen mit Jesus in einer starken Gemeinschaft verbunden sein. Die Vorbehaltlosigkeit und Offenheit für die Botschaft von stärkenden Wort Gottes strahlt eine Würde und Ruhe aus. 

  Wir spüren aus dem Wunsch „bewahrt“ zu sein eine schützende Kraft. Jesus will uns auch heute diese Sicherheit geben.  Wir wissen uns im alltäglichen Umgang miteinander von dieser schützenden Kraft getragen.  Wir können uns ergänzen, dass unser Leben leichter und froher wird. Dieses Gebet Jesu will uns einladen die größer Weite des Lebens zu sehen, seine Zerbrechlichkeit und Unbegrenztheit. Das ist ein Ausdruck der Herrlichkeit Gottes, die hinein wirkt in unseren Alltag. Der Glaube das mit Jesus etwas Neues in unser Dasein gekommen ist, ist ein Schatz, der uns in eine unsichtbare Einheit verbindet. Auch wenn wir im täglichen Erleben viel Gegenteiliges und Gegeneinander und Streit erleben, sollen wir auf Jesus schauen, denn er hat Macht über die Herzen der Menschen. Seine Macht der Liebe wird uns all das geben, was wir brauchen zu einem gelingenden Miteinander.  Das zunächst befremdliche Wort von der Herrlichkeit können wir im Alltag erleben, wenn wir sagen: “Was für ein herrlicher Tag, was für eine herrliche Gegend!“ Wir entdecken vielleicht den versteckten Glanz der Herrlichkeit im Alltäglichen.

Die entscheidende Stunde des Abschieds.
Die Stunde von dieser in die andere Welt.

Er geht diese Stunde im Gebet mit dem Vater.
Es ist ein Weg der Wandlung von Tod zum Leben.

Sein Wort ist die Zusicherung zu einem Geschenk.
Die Verheißung, die uns vereinet mit seiner Herrlichkeit.

Der Abschied, der nicht zurückschaut,
wird Einladung zu einem neuen Leben.

Ich wünsche uns in diesen Tagen von diesem Gebet mitgetragen zu sein.

Jan. Mäurer, Pfarrer i.R.