Unser spiritueller Impuls zum 10. Sonntag im Jahreskreis - 7. Juni 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Liebe Leserin, lieber Leser,
„Wer ist berufen, Jesus nachzufolgen?“ und „Was bedeutet: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!“ Diese Fragen stellt das heutige Evangelium.
Evangelium (Mt 9,9-13)
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In jener Zeit |
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Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, |
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Als die Pharisäer das sahen, |
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Er hörte es |
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Geht und lernt, |
Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Da sitzt ein Zöllner, ein Mann, der bei den Juden als unrein und Sünder galt, weil er mit den römischen Besatzern gemeinsame Sache machte, und der den Menschen das Geld aus der Tasche zog. Jesus beruft ihn in seine Nachfolge und dieser lässt sich darauf ein. Für die gesetzestreuen Pharisäer ist das ein Unding. Sie beschweren sich bei den Jüngern.
Jesus sagt dazu: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“.
Was bedeutet all das für uns heute? Wir müssen nicht zuerst ausgebildet sein, wir müssen nicht zuallererst eine Leistung bringen, um zu Jesus gehören zu dürfen. Nicht nur die Bischöfe, Priester, Diakone und Ordensleute, sondern wir alle gehören seit unserer Taufe zur vielfältigen, bunten Gemeinschaft der von Jesus Berufenen. Zu jeder/m einzelnen von uns sagt Jesus: „Folge mir nach!“ Das bedeutet, dass jede und jeder mit den eigenen Begabungen und Fähigkeiten dazu in der Lage ist, in die Welt hinauszugehen und zu lernen, was es heißt, barmherzig zu sein. Niemand von uns kann sagen, das kann ich nicht, ich bin doch kein Theologe, keine Heilige, das müssen andere machen, die mehr Fähigkeiten haben.
Nein, Gott kennt in jeder und jedem von uns eine Fähigkeit, die wir ihm zur Verfügung stellen sollen, damit seine frohe Botschaft in dieser Welt lebendig bleibt.
So kann sich jede/r fragen: Was kann ich, was mache ich gerne? Und: Wie stelle ich das, was ich kann, Gott so zur Verfügung, damit die Menschen um mich herum den barmherzigen Gott erfahren können? Barmherzig sollen wir uns selbst gegenüber und gegenüber anderen sein, um die Barmherzigkeit Gottes in der Welt sichtbar zu machen.
Von Gott berufen zu sein, ist eine besondere Ehre. Trotz unserer Schwächen und Fehler sagt er zu uns: „Folge mir nach“. Das bedeutet: Er hält uns für fähig, mit ihm zu gehen und mit unseren Talenten das Reich Gottes aufzubauen. Manchmal kann uns diese Berufung auch Belastung sein – wie eine Zumutung -, wenn wir nicht wissen, wie wir uns entscheiden sollen. Und manchmal sind wir überwältigt davon, dass Jesus gerade uns ausgewählt hat, und dürfen die Berufung als Geschenk erleben. Es ist gut, wenn wir uns dies wieder einmal bewusst machen. Denken wir darüber nach, was es konkret für uns und unser Leben als Christin oder Christ von heute bedeutet. Wie kann ich dazu beitragen, die frohe Botschaft des barmherzigen Gottes in meiner Umgebung spürbar werden zu lassen?
Eine frohe neue Woche wünscht
Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin