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Unser spiritueller Impuls zum 11. Sonntag im Jahreskreis - 14. Juni 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Vogel sitzt singend auf einem Draht neben einer Glühbirne, gelber Hintergrund.
Datum:
11. Juni 2026
Von:
Gabriele Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele Menschen sind heute müde und erschöpft, wie die Menschen im Evangelium. Dafür gibt es viele Gründe. Jesus kennt sie.

Evangelium (Mt 9,36 -10,8)

In jener Zeit,
   als Jesus die vielen Menschen sah,
   hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft
wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß,
   aber es gibt nur wenig Arbeiter.

Bittet also den Herrn der Ernte,
   Arbeiter für seine Ernte auszusenden!

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben
   und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

Die Namen der zwölf Apostel sind:
an erster Stelle Simon, genannt Petrus,
   und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
   und sein Bruder Johannes,

Philíppus und Bartholomäus,
   Thomas und Matthäus, der Zöllner,
Jakobus, der Sohn des Alphäus,
   und Thaddäus,

Simon Kananäus und Judas Iskáriot,
   der ihn ausgeliefert hat.

Diese Zwölf sandte Jesus aus
und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samaríter,

sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!

Heilt Kranke,
weckt Tote auf,
macht Aussätzige rein,
treibt Dämonen aus!

Umsonst habt ihr empfangen,
   umsonst sollt ihr geben.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Jesus sieht die Menschen, er sieht uns. Er nimmt uns in all unserer Bedürftigkeit und Befindlichkeit wahr und handelt. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist sein Antrieb. In dieser Liebe richtet er Menschen auf und befähigt sie, auch andere wieder aufzurichten und ruft sie/uns auf: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ Manch jammernde Kirchenmitglieder sagen: „Die Ernte ist klein und es gibt so viel Arbeit!“ Doch im Evangelium, unserer frohen Botschaft steht: „Die Ernte ist groß, und wir brauchen mehr Arbeiter.“ Jesus möchte die Müden und Erschöpften stärken. Dazu braucht er Arbeiter mit Kraft und Begeisterung. Es ist nicht sinnvoll, in der Kirche alles bis zur Erschöpfung zu tun. Es ist besser, wir nehmen die Erschöpfung und Müdigkeit unserer Mitmenschen wahr. Jesus stattet seine Arbeiter mit Vollmacht aus. So können sie/wir erkennen, wie sie/wir andere heilen und aufbauen können. Er ruft nicht nur Einzelkämpfer, sondern sendet sie (uns) zu zweit. Und er ruft ganz unterschiedliche Typen: Juden und Griechen, Schwache und Starke, Fromme und solche, die ihren Weg erst noch finden müssen. Jeder bekommt seine Chance, auch wenn er sie manchmal vergibt. Keiner muss sich verstecken oder sich für unwürdig halten. Das Urteil über uns liegt bei Gott, nicht beim Menschen.

Den Jüngern wurde die Vollmacht gegeben in Jesu Namen zu heilen, unreine Geister auszutreiben. Sie haben umsonst empfangen und sollen umsonst geben.

Dieses „umsonst geben“ soll auch unsere Haltung in der Nachfolge Jesu sein.

Uns wurden Fähigkeiten geschenkt und mit auf den Weg gegeben. Diese haben wir Gott zu verdanken – sie wurden uns anvertraut - umsonst.

Und in diesem Sinn sind wir dafür ausgestattet, zu helfen, zu teilen, zu trösten und die frohe Botschaft von Gottes Reich weiterzusagen:

Ohne zu rechnen, ohne Belohnung oder Gegenleistung zu erwarten, ohne auf das Lob anderer angewiesen zu sein. Auch auf die Gefahr hin, ausgenutzt zu werden.

Das ist für uns nicht leicht, da wir doch so gerne hören, was wir gut gemacht haben.

Jesus selbst hat uns diese Haltung bis zum Tod vorgelebt: „Nicht was ich will, sondern Vater, was du willst, soll geschehen!“ Können wir mit Jesus diese Worte beten und danach handeln?

Eine gesegnete neue Woche wünscht
Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin