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Unser spiritueller Impuls zum 11. Sonntag im Jahreskreis - 14. Juni 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Junge grüne Pflänzchen wachsen in Reihen auf trockenem Ackerboden.
Datum:
9. Juli 2026
Von:
Gabriele Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser,
das heutige Gleichnis erzählt Jesus nicht nur den Jüngern, sondern allen Menschen, die gekommen waren. Er spricht davon, dass wir Menschen guter Ackerboden sein mögen. Wir sollen unsere Herzen, unsere Augen und Ohren für das Wort Gottes öffnen.

Evangelium (Mt 13,1-9)

An jenem Tag verließ Jesus das Haus
   und setzte sich an das Ufer des Sees.

Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn.
Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich.
Und alle Menschen standen am Ufer.

Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen.

Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.

Als er säte,
   fiel ein Teil auf den Weg
und die Vögel kamen und fraßen es.

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,
   wo es nur wenig Erde gab,
und ging sofort auf,
   weil das Erdreich nicht tief war;

als aber die Sonne hochstieg,
   wurde die Saat versengt
und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen
und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.

Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden
   und brachte Frucht,
teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.

Wer Ohren hat, der höre!

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Das kennen wir alle: Wir sehen, und nehmen doch nicht richtig wahr. Wir hören, aber wir hören nicht aufmerksam hin.

Wenn wir allen Eindrücken um uns herum immer Beachtung schenken würden, dann würde uns dies überfordern und belasten, deshalb müssen wir manches ausblenden. Die Frage ist, wie wir Menschen und Geschehnisse um uns herum wahrnehmen und wie viel Aufmerksamkeit wir Gottes Wort schenken. Denn eigentlich wissen wir, was für uns wichtig ist und wo unsere Aufgabe wäre. Unser Gewissen hilft uns dabei.

Wir alle sind aufgefordert, guter Ackerboden zu sein, der das Wort Gottes aufnimmt und dann Frucht bringt: Tief genug, damit die Vögel die Saat nicht wegpicken und nährstoffreich, damit die Saat aufgehen und Wurzeln ausbilden kann und bleibt. Die Dornen müssen ausgerissen oder abgemäht werden, damit sie die Saat nicht ersticken. Ein guter Acker muss bestellt werden, regelmäßige Sorge und Pflege ist wichtig.

Wenn wir unsere Beziehung zu Gott und den Menschen ebenso pflegen, ihr Zeit und Beachtung mit unseren Sinnen schenken, dann kann die Frucht aufgehen und Gottes Wort kann durch uns wachsen.

Wunderbar ist, dass Gott der Sämann im Gleichnis ist, der den Samen aussät. Darum müssen wir uns nicht kümmern.

Und ebenso wunderbar finde ich, dass Jesus dieses Gleichnis „allen Menschen“, wie es im Text heißt, erzählt: nicht nur den Theologen, den Geweihten, den besonders Ausgewählten, sondern allen!

Versuchen wir uns also wieder in der neuen Woche um die rechte Entscheidung, wo wir mit dem Herzen hinhören und hinsehen und uns als guten Ackerboden Gottes zur Verfügung stellen.

Eine gesegnete neue Woche wünscht
Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin