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Unser spiritueller Impuls zum 16. Sonntag im Jahreskreis - 19. Juli 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Gelber Vogel (Schafstelze) sitzt kaum zu erkennen im gelben Raps
Datum:
15. Juli 2026
Von:
Januarius Mäurer

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Vögel des Himmels, man kann sie manchmal kaum erkennen. Sie sind da und der gesamte Naturkreislauf würde ohne sie nicht möglich sein. Wo sie aber nisten, da ist ein Lebensraum. Sie haben über die lange Zeit der Entwicklung ihren Platz gefunden. In unserer Zeit des Klimawandels haben sie eine Signalbedeutung.

Gleichnisse Jesu (Matthäus 13,24-30)

Jesus legte ihnen ein anderes Gleichnis vor:

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.

Während nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg.

Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.

Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten:

Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?

Er antwortete: Das hat ein Feind getan.

Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?

Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt.

Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen:

Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;

den Weizen aber bringt in meine Scheune!

Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor und sagte:

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.

Es ist das kleinste von allen Samenkörnern;

sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum,

sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Jesus ist ein wunderbarer Beobachter der Natur und der Menschen und wenn er zu Gleichnissen greift, dann sind sie liebevoll hintergründig. Was uns immer etwas schwerfällt, ist die Bilder aus dieser alten Welt in unsere neue Welt zu übertragen. Jesus versteht sich als der Rabbi, der seine Zuhörer eine Hilfe geben will. Die Frage nach dem Reich Gottes, wir müssten stimmiger sagen, der Wirklichkeit Gottes, kann man gut in Bildern verstehen. Wenn also die Knechte ihren Herrn fragen, was sie mit dem Unkraut machen sollen, dann nicht in der Denkweise moderner Landwirtschaft denken. Es geht um die Erfahrung von Geduld. Die Wirklichkeit Gottes wird nicht dadurch wirksamer, dass wir mit der “Keule“ dazwischen gehen und auch nicht mit der Pinzette.

Ein uns allen bekanntes Sprichwort sagt: „Gut Ding will Weile haben.“  Das Bild von der Ernte ist uns weniger aus der Natur bekannt als aus dem ganz normalen Leben, wenn wir ein neues Auto kaufen wollen oder eine größere Anschaffung vorhaben, dann setzten wir uns auch hin und schauen, was wir auf dem “Konto“ haben. Ernte im persönlichen Bereich ist eher etwas wie eine Bilanz. Natürlich gibt es bei einer solchen Bilanz auch mal eine unerwartete Erfahrung. Auch da ist es gut nicht gleich in Panik zu fallen.  Das Gleichnis sagt: den Weizen in die Scheune bringen. Da ist es sicher manchmal nicht leicht zu sagen:  was ist mein „Weizen“. Ich bin ganz sicher in jedem Leben gibt es diesen „Weizen“.

Und wenn der „Weizen“ auch nur ein Senfkörnchen ist, dann macht das nächste Gleichnis klar, was daraus werden kann.  Lebensraum für viele. Das geht sicher nicht immer alles von selbst. Das, was wir einbringen müssen, ist die Bereitschaft, offen zu sein für eine wunderbare Wirklichkeit, an die wir uns erinnern oder erinnern lassen.  Sie kennen sicher das Lied vom kleinen Senfkorn Hoffnung ....  - lesen Sie den Text bitte hier weiter.

Ich wünsche Ihnen Hoffnung!

Jan. Mäurer
Pfr. i.R.