Unser spiritueller Impuls zum 19. Sonntag im Jahreskreis - 9. August 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn wir die Texte des heutigen Sonntags hören, erfahren wir, wie Gott auf die Menschen zugeht und ihnen die Angst nimmt. Es ist ein Gott, der uns birgt und annimmt und von Angst befreit.
Evangelium (Mt 14, 22-33)
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Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, |
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Nachdem er sie weggeschickt hatte, |
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Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt |
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In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; |
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Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, |
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Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen |
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Petrus erwiderte ihm und sagte: |
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Jesus sagte: Komm! |
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Als er aber den heftigen Wind bemerkte, |
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Jesus streckte sofort die Hand aus, |
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Und als sie ins Boot gestiegen waren, |
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Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder |
Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

In der Lesung lesen wir heute, dass Gott im leisen Säuseln, im Windhauch anwesend sein kann, ohne dass wir ihn bemerken.
Im Evangelium kommt Jesus den Jüngern auf dem Wasser gehend entgegen. Wie spektakulär!
Beide Texte erzählen von der Anwesenheit Gottes: einmal in aller Stille – einmal Aufsicht erregend. Bei Gott dürfen wir mit allem rechnen, er ist eben Gott: unberechenbar und für uns Menschen unbegreiflich.
Petrus spielt im Evangelium eine entscheidende Rolle. Er wird so beschrieben, wie wir ihn kennen: ganz menschlich, nicht perfekt, mutig und ängstlich zugleich. Dieser Petrus ist manchmal ungestüm, manchmal selbst überschätzend, aber voller guten Willens.
In einer Begegnung auf dem Weg nach Jerusalem fragt Jesus die Jünger: „Für wen haltet ihr mich.?“ Ohne groß zu überlegen, bricht es aus Petrus heraus: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Kurze Zeit später nimmt Petrus Jesus beiseite und warnt ihn nach Jerusalem zu gehen: „Nein geh nicht, das wird gefährlich für dich!“ Und in der Nacht vor Jesu Tod sagt Jesus ihm: „Du wirst mich dreimal verleugnen.“ „Nein, niemals“, versichert Petrus und tut es dann doch. Und auch das heutige Evangelium bestätigt das Bild von Petrus. Auf dem kleinen Boot in der Nacht auf dem aufgewühlten großen See waren die Jünger in bedrohlicher Situation. Als erfahrene Fischer wussten sie um den Ernst der Lage.
Das Erlebnis wurde noch unwirklicher und beängstigender, als sie meinten, ein Gespenst zu sehen. Jesus war es, der auf dem Wasser zu ihnen kam. Natürlich trauten die Jünger ihren Augen nicht. Sie erschraken und schrien sogar vor Angst, schreibt uns der Evangelist und lässt Jesus den Jüngern zurufen: „Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht“. Petrus will es genau wissen: „Wenn du es bist, dann befiehl, dass ich über das Wasser zu dir komme!“ Auf Jesu „Komm!“ steigt Petrus mutig aus, aber Mut und Glaube reichen nicht aus. Seine Angst verdrängt das Vertrauen. Mit seiner Angst geht er unter. Jesus rettet ihn. Natürlich ist die Angst des Petrus verständlich. Ich hätte mich niemals aus dem Boot getraut.
Petrus, der voller Motivation das Boot verlässt und auf Jesus vertraut, bekommt doch kalte Füße und droht unterzugehen. In diesem Petrus kann ich mich oft wiederfinden.
Wir Menschen neigen dazu, mehr auf die eigene Kraft als auf Gott zu vertrauen.
Manchmal geht es mir auch so im Leben, ich fange zuversichtlich und mutig einen Weg an. Wenn aber die Zweifel kommen oder sogar die Angst, dann trägt vieles nicht mehr, dann gehe ich unter. Zweifel und Angst sind dann schlechte Ratgeber.
Der Evangelist will deutlich machen, dass wir uns ganz Gott anvertrauen können. Gott trägt uns und lässt uns nicht untergehen. So möchte ich gerne den schwierigen Situationen im Leben begegnen. Ich möchte mich von Sorgen und Problemen oder Krankheit nicht bestimmen lassen. Ich möchte auf Gott vertrauen, der mich nicht untergehen lässt. Manchmal gelingt mir das und ein andermal auch nicht. Der Blick auf Petrus hilft mir dann. Er macht Fehler und Jesus kann ihn trotzdem gebrauchen. Auch wenn er mal wieder Mist gebaut hat, wird er nicht ausgeschlossen. Jesus beauftragt ihn sogar: "Du bist der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen." Das lädt mich ein, immer und immer wieder das Vertrauen auf Gott zu versuchen und mit Mut und Vertrauen den nächsten Schritt zu gehen.
Ich glaube, dass wir zuversichtlich sein dürfen, dass Gott in unserem Leben an unserer Seite bleibt und dass wir nach unserem Tod in einem neuen Leben bei ihm geborgen sein dürfen.
Eine gesegnete neue Woche wünscht
Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin