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Unser spiritueller Impuls zum 21. Sonntag im Jahreskreis - 23.August 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Mädchen am Strand
Datum:
20. Aug. 2026
Von:
Volkmar Raabe

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Mädchen blickt hinaus in die Weite. Das Wasser ist ruhig, der Horizont scheint unendlich. Das Bild lädt dazu ein, für einen Moment innezuhalten, den eigenen Gedanken Raum zu geben und den Blick neu auszurichten. Gerade in solchen Augenblicken melden sich oft die großen Fragen des Lebens. Im heutigen Evangelium stellt Jesus seinen Jüngern eine Frage, die bis heute nichts von ihrer Kraft verloren hat: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Eine Frage, die jede und jeden von uns persönlich anspricht und eine Antwort aus dem Herzen sucht.

Im Matthäusevangelium vom heutigen Sonntag heißt es:

In jener Zeit,

als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam,
fragte er seine Jünger und sprach:
Für wen halten die Menschen den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer,
andere für Elíja,
wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber,
für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete und sprach:
Du bist der Christus,
der Sohn des lebendigen Gottes!

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Jesus stellt seinen Jüngern eine Frage, die bis heute nachklingt: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Er fragt nicht nach dem, was andere denken oder sagen. Er fragt nach dem, was in unserem Herzen lebt.

Vielleicht gleicht unser Leben manchmal dem Blick des Mädchens auf dem Bild. Wir schauen hinaus in die Weite und fragen uns, wohin unser Weg führt. Es gibt Zeiten voller Zuversicht und Zeiten, in denen Sorgen, Enttäuschungen oder Unsicherheiten den Horizont verdunkeln. Gerade dann stellt Jesus seine leise, aber tiefgehende Frage. Nicht, um uns zu prüfen, sondern um uns einzuladen, ihm neu zu begegnen.

Petrus antwortet ohne lange zu überlegen: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Er hat nicht auf jede Frage eine Antwort und wird später auch Fehler machen. Er wird später sogar den Mut verlieren und Jesus verleugnen. Doch in diesem Augenblick vertraut er ihm. Dieses Vertrauen genügt. Jesus sieht nicht nur den Menschen, der Petrus gerade ist, sondern auch den, zu dem er werden kann. Darum schenkt er ihm Verantwortung, Vertrauen und die Verheißung, dass seine Kirche auf diesem Bekenntnis des Glaubens gegründet sein wird.

Auch wir müssen keinen vollkommenen Glauben haben. Es genügt, wenn wir den Mut haben, Jesus immer wieder unser Herz zu öffnen. Er kennt unsere Zweifel ebenso wie unsere Sehnsucht. Er nimmt uns an, wie wir sind, und traut uns oft mehr zu, als wir uns selbst zutrauen. Sein Blick richtet sich nicht zuerst auf unsere Schwächen, sondern auf die Möglichkeiten, die in uns wachsen können.

Die Antwort auf Jesu Frage muss deshalb nicht immer in großen Worten bestehen. Sie zeigt sich oft in kleinen Schritten des Vertrauens, in einem offenen Herzen, in einem Wort der Versöhnung oder in einer helfenden Hand. Wo Menschen ihr Leben an Christus ausrichten, wächst Hoffnung – auch dann, wenn der Weg nicht leicht ist.

Und wer weiß? Vielleicht spricht Jesus auch zu uns ein Wort des Vertrauens, wie einst zu Petrus. Er sieht in uns mehr, als wir selbst erkennen. Er traut uns zu, für andere ein Fels zu sein – ein Mensch, der Hoffnung schenkt, Glauben stärkt und Liebe weitergibt. So baut Christus auch heute seine Kirche: durch Menschen, die ihm vertrauen und sich von ihm senden lassen.

Vertrauen wir darauf: Christus geht unseren Weg mit. Er ist der Fels, auf den wir bauen dürfen – gestern, heute und morgen. Wer sich an ihn hält, darf mit Hoffnung in die Zukunft blicken, denn seine Liebe reicht weiter als unser Blick bis zum Horizont.

 

Möge Gott Sie auf Ihren Wegen begleiten, Ihr Herz mit Vertrauen erfüllen und Ihnen Menschen zur Seite stellen, die Ihnen Halt geben. Möge Christus Ihnen die Kraft schenken, selbst für andere ein Fels zu sein – getragen von seinem Frieden und seiner Liebe.

Eine gesegnete Woche voller Freude, Zuversicht und der Erfahrung von Gottes Nähe wünscht Ihnen

Volkmar Raabe, Diakon