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Unser spiritueller Impuls zum 21. Sonntag im Jahreskreis - 23. August 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Grüne Wasserpumpe auf einem großen Stein im grasbewachsenen Garten.
Datum:
20. Aug. 2026
Von:
Gabriele Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser,

Jesus fragt die Jünger: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Diese grundsätzliche Frage unseres Glaubens stellen wir uns als Gemeinschaft der Christen und als einzelne Personen immer wieder neu.

Evangelium (Mt 16, 13-20)

In jener Zeit,
   als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam,
   fragte er seine Jünger und sprach:
Für wen halten die Menschen den Menschensohn?

Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer,
andere für Elíja,
wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten.

Da sagte er zu ihnen: Ihr aber,
   für wen haltet ihr mich?

Simon Petrus antwortete und sprach:
   Du bist der Christus,
der Sohn des lebendigen Gottes!

Jesus antwortete und sagte zu ihm:
   Selig bist du, Simon Barjóna;
denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart,
   sondern mein Vater im Himmel.

Ich aber sage dir:
Du bist Petrus - der Fels -
und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen
und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben;
was du auf Erden binden wirst,
   das wird im Himmel gebunden sein,
und was du auf Erden lösen wirst,
   das wird im Himmel gelöst sein.

Dann befahl er den Jüngern,
   niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

„Ihr aber, für wen haltet ihr mich!“ Petrus gibt stellvertretend für die Jünger eine Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“. Es ist ein Glaubensbekenntnis. Petrus, den wir als einfachen Fischer kennen, einen Mann mit sehr menschlichen Zügen: mal mutig- mal schwach, euphorisch und zögerlich, dieser Petrus spricht so ein großes Glaubensbekenntnis: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“.

Jesus meint dazu: Diese Erkenntnis kommt nicht von einem Menschen selbst, sondern von Gott, meinem Vater im Himmel! Ich verstehe dies so: Glauben kann man nicht „machen“, glauben ist ein Geschenk. Wer glaubt, darf Gott dankbar sein. Natürlich muss unser Glaube mitwachsen, er soll nicht in den Kinderschuhen stecken bleiben. Deshalb müssen wir Möglichkeiten nutzen, zur Ruhe zu kommen und uns mit Fragen des Glaubens konfrontieren. Doch es ist schwer, allein zu glauben. Damals wie heute war und ist es wichtig, dass sich die Glaubenden einander von ihrem Glauben erzählen und sich gegenseitig bestärken. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten: für andere da sein, sich Zeit nehmen, mit Glaubenden zusammenkommen, gemeinsam Gottesdienst feiern … . Die Kirche ist das Werkzeug, das den Glauben weitergibt, von Mensch zu Mensch.

Petrus – ein einfacher Mensch – wird von Jesus als Fels, als Fundament der Gemeinschaft bezeichnet und beauftragt. Das finde ich erstaunlich und wunderbar. Dass Petrus so viel Verantwortung bekommt, darf wiederum uns einfachen Menschen Mut machen und Hoffnung schenken, dass auch wir an unserem persönlichen Platz unsere Aufgaben mit Gottes Hilfe erfüllen können.

Eine gesegnete neue Woche wünscht
Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin