Unser spiritueller Impuls zum 18. Sonntag im Jahreskreis - 2. August 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Liebe Leserinnen und Leser,
„Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische.“ - Dieser Satz klingt erstaunlich modern. Viele Menschen haben heute das Gefühl: Es reicht nicht. Die Kraft reicht nicht. Das Geld reicht nicht. Der Friede reicht nicht. Das Vertrauen in Kirche und Politik reicht immer öfter auch nicht. Und doch sagt Jesus nicht: „Das ist zu wenig.“ Er sagt: „Bringt sie mir.“
Evangelium (Matthäus 14,13-21)
Einmal wollte Jesus alleine sein.
Jesus fuhr mit einem Boot weg.
Jesus wollte zu einer Stelle, wo keine Menschen sind.
Aber die Leute konnten sehen, wohin Jesus mit dem Boot fuhr.
Die Leute liefen schnell zu Fuß zu der Stelle.
Die Leute waren sogar schneller als Jesus.
Jesus kam mit dem Boot an der Stelle an.
Da standen die vielen Menschen schon am Ufer.
Die Menschen hatten sogar die Kranken mitgeschleppt.
Jesus bekam Mitleid mit den Menschen.
Jesus blieb bei den Menschen.
Jesus machte die Kranken gesund.
Dann war es Abend.
Es wurde dunkel.
Die vielen Menschen hatten an der einsamen Stelle nichts zu essen.
Die Freunde sagten zu Jesus:
Du musst die Menschen weg schicken.
Die Menschen müssen sich etwas zu essen kaufen.
Weil die Menschen Hunger haben.
Jesus sagte:
Ihr könnt den Menschen selber etwas zu essen geben.
Die Freunde sagten:
Wir haben nur 5 Brote.
Und 2 Fische.
Jesus sagte:
Die Leute sollen sich ins Gras setzen.
Die Freunde brachten die Brote und die Fische zu Jesus.
Jesus nahm die Brote und die Fische in die Hände.
Jesus blickte zum Himmel.
Jesus betete.
Und lobte Gott.
Danach teilte Jesus das Brot und die Fische in Stücke.
Jesus gab die Stücke den Freunden.
Die Freunde verteilten die Stücke an die Menschen.
Alle Menschen aßen.
Alle Menschen wurden satt.
Zum Schluss sammelten die Freunde die Reste vom Brot ein.
Es waren noch 12 Körbe voll mit Resten.
Obwohl so viele Menschen da waren.
Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

„Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische.“
Dieser Satz klingt erstaunlich modern. Viele Menschen haben heute das Gefühl: Es reicht nicht. Die Kraft reicht nicht. Das Geld reicht nicht. Der Friede reicht nicht. Das Vertrauen in Kirche und Politik reicht immer öfter auch nicht.
Und doch sagt Jesus nicht: „Das ist zu wenig.“ Er sagt: „Bringt sie mir.“
Genau das ist die Botschaft des heutigen Evangeliums. Gott wartet nicht auf Perfektion. Er beginnt mit dem, was wir haben. Ein wenig Zeit. Ein offenes Ohr. Ein freundliches Wort. Eine helfende Hand.
Die Fußballweltmeisterschaft ist zu Ende – Spanien darf sich über den Titel freuen. Sport zeigt: Menschen sehnen sich nach Gemeinschaft und nach Hoffnung. Genau diese Sehnsucht trägt auch das Evangelium in sich – nur geht sie noch tiefer! Jesus schenkt nicht nur einen schönen Moment, sondern Nahrung für Herz und Seele.
In einer Woche beginnt in Hessen wieder die Schule. Für viele Kinder ist es ein Neuanfang, für manche mit Freude, für andere mit Sorge. Eltern hoffen, Lehrkräfte tragen Verantwortung, und manche Familien fragen sich, wie sie alles schaffen sollen. Vielleicht ist das Evangelium heute gerade für sie geschrieben: Gott sieht die Menschen. Er schickt sie nicht weg. Er sorgt sich um sie.
Auch unsere Kirche erlebt schwierige Zeiten. Vertrauen ist verloren gegangen, viele haben sich entfernt. Aber das Evangelium beginnt nicht mit dem Mangel, sondern mit dem Vertrauen. Jesus kann auch aus kleinen Anfängen Neues wachsen lassen – wenn wir bereit sind, das Wenige einzubringen, das wir noch haben.
Bitten wir Gott, dass wir mit Hoffnung in die neue Woche gehen. Dass Kinder und Jugendliche mit Zuversicht lernen und wir alle entdecken: Wo Menschen teilen, wächst mehr, als wir erwarten. Ich wünsche allen ein hoffnungsvolles Wochenende.
Ihr R. Strojek