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Unser spiritueller Impuls zum 27. Sonntag im Jahreskreis - 4. Oktober 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Spaziergänger im Wald
Datum:
1. Okt. 2026
Von:
Volkmar Raabe

Jesus erklärt, warum das Verzeihen wichtig ist.

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Dankbar unterwegs – miteinander und mit Gott: So könnte der Titel dieses Bildes lauten.

Drei Kinder gehen Hand in Hand einen herbstlichen Weg entlang. Vor ihnen liegt eine Weggabelung, über ihnen leuchtet das warme Licht der Sonne. Wohin die Wege führen, wissen sie vielleicht noch nicht. Aber sie gehen nicht allein. Sie haben einander und sie gehen dem Licht entgegen.

Auch unser Leben kennt solche Weggabelungen. Sorgen, Unsicherheiten und Fragen begleiten uns. Paulus lädt uns ein, diese Sorgen im Gebet vor Gott zu bringen – verbunden mit Dankbarkeit und dem Blick auf das Gute, Wahre und Liebenswerte.

Gerade am Erntedankfest dürfen wir innehalten und danken: für die Früchte der Erde, für Menschen an unserer Seite und für Gottes Begleitung. Hören wir nun die Worte des Apostels Paulus aus seinem Brief an die Gemeinde in Philippi.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi

Schwestern und Brüder!
Sorgt euch um nichts,
sondern bringt in jeder Lage
betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!
Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt,
wird eure Herzen und eure Gedanken
in Christus Jesus bewahren.

Im Übrigen, Brüder und Schwestern:
Was immer wahrhaft, edel, recht,
was lauter, liebenswert, ansprechend ist,
was Tugend heißt und lobenswert ist,
darauf seid bedacht!
Und was ihr gelernt und angenommen,
gehört und an mir gesehen habt,
das tut!
Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Impuls für die Woche - Dankbar unterwegs – miteinander und mit Gott

Drei Kinder gehen Hand in Hand einen Weg entlang. Sie sind unterschiedlich groß und vielleicht verschieden – aber eines verbindet sie: Sie gehen gemeinsam.

Das Bild erinnert uns daran, dass wir unser Leben nicht allein bewältigen müssen. Wir brauchen Menschen, die uns die Hand reichen, uns Mut machen und mit uns unterwegs sind.

Durch die Bäume fällt Licht auf den Weg und lässt die Herbstfarben leuchten. Vielleicht ist das ein schönes Bild für unseren Glauben: Gott nimmt uns nicht jeden schwierigen Weg ab, aber er lässt uns nicht allein.

Paulus schreibt:

„Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!“

Paulus weiß, dass wir Sorgen haben. Er sagt nicht, dass wir sie verdrängen sollen, sondern dass wir sie Gott anvertrauen dürfen. Bemerkenswert ist die Verbindung von Bitte und Dank: Dankbarkeit bedeutet nicht, dass alles gut ist. Sie hilft uns, trotz allem auch das Gute wahrzunehmen.

Gerade Erntedank lädt uns dazu ein. Wir danken für die Früchte der Erde, für Sonne und Regen und für die Menschen, die säen, pflegen und ernten. Zugleich dürfen wir auf die Früchte unseres Lebens schauen: Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Vergebung, Zusammenhalt und Liebe. Oft sind es die kleinen Dinge – ein freundliches Wort, eine helfende Hand oder ein Mensch, der zuhört –, die zu kostbaren Geschenken werden.

Paulus verheißt uns:

„Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.“

Dieser Friede bedeutet nicht, dass alle Probleme verschwinden. Er ist das Vertrauen: Ich bin nicht allein. Gott geht mit.

Die Weggabelung auf dem Bild erinnert uns daran, dass auch wir immer wieder vor Entscheidungen stehen. Wir kennen den weiteren Weg nicht immer, dürfen aber darauf vertrauen, dass Gott uns begleitet.

Die Glaskugel bündelt unseren Blick auf die Kinder, den Weg und das Licht. Sie erinnert uns: Wir können nicht alles überblicken, aber wir können lernen, das Gute bewusster wahrzunehmen.

Erntedank ist deshalb mehr als ein Fest der gefüllten Körbe. Es ist eine Einladung zu einer Lebenshaltung:

Dankbar wahrnehmen, was uns geschenkt ist.
Vertrauensvoll abgeben, was uns belastet.
Liebevoll darauf achten, was in unserer Welt wachsen soll.

Die Kinder gehen dem Licht entgegen. Auch wir dürfen unseren Weg gemeinsam gehen, einander die Hand reichen, unsere Sorgen Gott anvertrauen und dankbar sein für alles Gute, das in unserem Leben wächst.

Wer dankbar lebt, entdeckt Gottes Licht auch dort, wo der Weg noch nicht ganz klar ist.

 

Möge Gottes Licht Ihren Weg erhellen, sein Friede Ihr Herz erfüllen und mögen Menschen an Ihrer Seite Ihnen Halt geben. Möge die Dankbarkeit für die kleinen und großen Geschenke des Lebens Sie stärken und Sie selbst zum Licht für andere werden.

Eine gesegnete Woche voller Zuversicht, Freude und Gottes Nähe wünscht Ihnen

Volkmar Raabe, Diakon