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Unser spiritueller Impuls zum 25. Sonntag im Jahreskreis - 20. September 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Graues Kopfsteinpflaster mit einem einzelnen leuchtend gelben Stein in der Mitte.
Datum:
17. Sept. 2026
Von:
Gabriele Maurer

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute lesen wir im Evangelium eine Frage zum Nachdenken, die in der neuesten Variante der Einheitheitsübersetzung so lautet: „Ist dein Auge böse, weil ich gut bin?“

Evangelium (Mt 20-1-16)

In jener Zeit
   erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
 
Mit dem Himmelreich
   ist es wie mit einem Gutsbesitzer,
   der früh am Morgen hinausging,
   um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.

Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag

und schickte sie in seinen Weinberg.

Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus
   und sah andere auf dem Markt stehen,
   die keine Arbeit hatten.

Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Ich werde euch geben, was recht ist.

Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde
   ging der Gutsherr wieder hinaus
   und machte es ebenso.

Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging,
   traf er wieder einige, die dort standen.
Er sagte zu ihnen:
   Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?

Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben.

Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!

Als es nun Abend geworden war,
   sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
   Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus,
angefangen bei den Letzten,

   bis hin zu den Ersten!

Da kamen die Männer,
   die er um die elfte Stunde angeworben hatte,
und jeder erhielt einen Denár.

Als dann die Ersten kamen,
   glaubten sie, mehr zu bekommen.

Aber auch sie erhielten einen Denár.

Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn

und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet
   und du hast sie uns gleichgestellt.
Wir aber

   haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.

Da erwiderte er einem von ihnen:
   Freund, dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart?

Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.

Darf ich mit dem, was mir gehört,
   nicht tun, was ich will?
Oder ist dein Auge böse,
   weil ich gut bin?

So werden die Letzten Erste sein
und die Ersten Letzte.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

„Wenn Menschen, denen es schlecht geht, Gutes erwiesen wird, haben diejenigen, denen es gut geht, keinen Anlass, so zu tun, als geschähe ihnen dadurch ein Unrecht (wie und auf wen auch immer diese Botschaft konkret anzuwenden sein mag).“ (Professor Friedrich Avemarie, ev. Theologe + 2012) Oder einfacher ausgedrückt: Wenn du doch zufrieden sein kannst, sei nicht neidisch auf andere, denen Gutes getan wird! Der Weinbergbesitzer, der Gutes für alle will, steht für Gott. Er gibt uns ein Beispiel, wie auch wir handeln können. Auch mit diesem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg beschreibt Jesus Gottes himmlisches Reich. Er erzählt von Gottes Gerechtigkeit, die sich von unserer Vorstellung von Gerechtigkeit bisweilen unterscheidet.

Reden wir mehr darüber, warum und worüber wir zufrieden, froh und dankbar sein können, statt immer nur zu klagen, was nicht gut läuft und wo es schwierig ist. Statt zu klagen, können wir versuchen, Probleme in unserem Wirkungsbereich zu lösen und uns den Herausforderungen mutig gemeinsam stellen. Das Gleichnis kann uns sagen: Gott bleibt für uns Menschen immer der Unergründliche, der für uns Lösungen bereithält, auf die wir selbst nicht kommen würden.

Vertrauen wir Gott auch in der neuen Woche wieder neu und lassen uns von ihm überraschen!

Gabriele Maurer, Pfarreikoordinatorin