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Unser spiritueller Impuls zum 29. Sonntag im Jahreskreis - 18. Oktober 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Holzskulptur einer Person mit rotem Oberteil, hält goldene Krone in den Händen.
Datum:
15. Okt. 2026
Von:
Gabriele Maurer - Lesezeit: 4 min

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir sollen wir Christen uns verhalten? Wem sind wir verpflichtet? Das ist auch Thema des heutigen Evangeliums.

Evangelium (Mt 22, 15-21)

In jener Zeit
   kamen die Pharisäer zusammen
und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.

Sie veranlassten ihre Jünger,
   zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen
und zu sagen: Meister,
   wir wissen, dass du die Wahrheit sagst
   und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst
   und auf niemanden Rücksicht nimmst,
denn du siehst nicht auf die Person.

Sag uns also:
   Was meinst du?
   Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen,
   oder nicht?

Jesus aber erkannte ihre böse Absicht
und sagte: Ihr Heuchler,
warum versucht ihr mich?

Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!
Da hielten sie ihm einen Denár hin.

Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?

Sie antworteten ihm: Des Kaisers.

Darauf sagte er zu ihnen:
   So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,
und Gott, was Gott gehört!

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Wow, da hat Jesus eine schlagfertige Antwort parat! Darauf haben die Pharisäer nichts zu entgegnen.

Jesus durchschaut die Absicht der Fragenden, ihm eine Falle zu stellen. Gleichzeitig zeigt er, dass die Frage falsch gestellt ist. Wir Christen sind Teil dieser Welt. In diesem Netzwerk empfangen und geben wir. In jeder Gesellschaft gibt es Regeln, Gesetze, Verpflichtungen. Diesen können und sollen wir gläubige Menschen uns nicht entziehen. Selbstverständlich zahlen wir Steuern, denn ohne diese könnten Polizei und Rettungsdienste nicht finanziert werden, ebenso z.B. Kindertagestätten, Arztpraxen, und Krankenhäuser.

Sicher haben wir an unserem Staat auch Kritik zu üben, aber es ist nicht die Frage, ob wir ohne den Staat leben wollen, sondern wie. So geben wir die Steuer also dem Staat (sie ist des Kaisers).

Was geben wir Gott? – Das, was uns niemand nehmen kann und worüber der Staat keine Macht hat: Unsere Gedanken und Gefühle, unsere Hoffnung und unsere Sorgen, unsere Sehnsucht nach Geborgenheit, Glück und Liebe. Jesus fordert uns auf, damit zu Gott, unserem liebenden Vater, zu kommen.

Was will der Staat? - funktionierende Bürger und Geld. Natürlich können wir Gesellschaft mitgestalten. In Deutschland hatten wir lange Zeit das Glück in einer funktionierenden Demokratie leben zu können, die die Achtung der Würde jedes Menschen zum Ziel hatte. Der Ausgang der letzten Landtagswahlen weckt Sorgen, wie lange das noch so sein wird. Ich wünsche mir, dass auch künftig unsere Regierenden diese Ziele verfolgen und dass unsere Kinder und Enkel in Frieden und Freiheit leben dürfen. So gesehen haben wir Christen auch eine Verantwortung, als „in dieser Welt Lebende“, das Miteinander mutig mitzugestalten.

Gebt Gott, was Gott gehört! Was ist Gottes?

Für Gott sind wir einzigartige, geliebte Kinder, ausnahmslos kostbar. Gott schenkt uns Leben, Zeit zu gestalten, Sinn und Hoffnung. Geben wir also Gott, was Gott gehört: Unseren Glauben und lassen wir Gott in unserem Leben mitbestimmen, indem wir ihn nach dem Weg fragen.

Ich lade dazu ein, in diesem Anliegen diese Woche gemeinsam zu beten und da und dort für die Liebe und das Leben einzutreten.

Gabriele Maurer