Unser spiritueller Impuls zum 28. Sonntag im Jahreskreis -11. Oktober 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Liebe Schwestern und Brüder,
Ist Ihnen das auch schon einmal so gegangen, Sie waren eingeladen, hatten aber keine Lust hinzugehen. Das lag weniger am Hausherrn, als an den vielen, die da noch so kommen, um sich mal wieder richtig zu präsentieren. Ich bin gern mit netten Leuten zusammen. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich. Gemeinschaft zu erleben, die einem guttut, ist erfrischend, doch dieses sich darstellen müssen, finde ich nicht gut. Ob ich mit Freude einer Einladung zu einer Königshochzeit folgen würde, möchte ich eher verneinen. Viele würden dafür sicher alles geben, nur einen Platz zu bekommen. Schauen wir doch einmal, wie Jesus mit dieser Bildgeschichte von Hochzeitsmahl umgeht,
Aus dem Matthäus Evangelium 22,1-14
In jener Zeit
erzählte Jesus den Hohepriestern
und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis
Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem König,
der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.
Er schickte seine Diener,
um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen.
Sie aber wollten nicht kommen.
Da schickte er noch einmal Diener
und trug ihnen auf:
Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig,
meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet,
alles ist bereit.
Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum,
sondern der eine ging auf seinen Acker,
der andere in seinen Laden,
wieder andere fielen über seine Diener her,
misshandelten sie
und brachten sie um.
Da wurde der König zornig;
er schickte sein Heer,
ließ die Mörder töten
und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
Dann sagte er zu seinen Dienern:
Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet,
aber die Gäste waren nicht würdig.
Geht also an die Kreuzungen der Straßen
und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein!
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus
und holten alle zusammen, die sie trafen,
Böse und Gute,
und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Als der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen,
bemerkte er unter ihnen einen Menschen,
der kein Hochzeitsgewand anhatte.
Er sagte zu ihm:
Freund,
wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen?
Der aber blieb stumm.
Da befahl der König seinen Dienern:
Bindet ihm Hände und Füße
und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis!
Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Denn viele sind gerufen,
wenige aber auserwählt.
Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Ja, da wird zu einer besonderen Hochzeit eingeladen. Jesus benutzt diesen Vergleich, um den bedeutenden Leuten klarzumachen, was es heißt, den richtigen Augenblick zu verpassen. Die Menschen spürten, dass eine gesellschaftliche Wende bevorstand. Doch auf diesen Mann aus Nazaret zu hören, das war ihnen nicht recht. Er wollte einen neuen Umgang miteinander. Doch sie sahen die alten Regeln in Gefahr.
Also öffnet Jesu seine neue Gemeinschaft für alle. Doch auch da gab es Mitläufer, die gar nichts zu sagen hatten, warum sie so da sind. Doch der wurde angesprochen: mein Freund! Er hat die Chance versäumt, sein jämmerliches Dasein zu erklären und das Angebot der Freundschaft wertzuschätzen. Er bleibt in seiner heulenden Verschlossenheit und Einsamkeit.
Nehmen wir diesen Gedanken auf. Wir sind immer in eine Gemeinschaft gerufen und können dort auch mit leeren Händen Freundschaft finden. Doch wir müssen zum Miteinander bereit sein. Stumm und verschlossen dastehen, bringt nichts. Zupacken auch mit schmutzigen Händen und dreckigen Klamotten, darauf kommt es an.
Bitten wir im Segenswort um den nötigen Mut:
Gott segne mich mit seiner Freundschaft, die die Chance im Leben zeigt.
Gott schenke mir den Mut, mich aufzumachen, wenn sich ein Angebot ergibt.
Gott lass mich die Freude erleben, wenn ich mich zum Abenteuer des Lebens einlasse.
Ich wünsche eine gesegnete Zeit
Jan. Mäurer Pfr. i.R.