Unser spiritueller Impuls zum 30. Sonntag im Jahreskreis - 25. Oktober 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Liebe Schwestern und Brüder,
sicher werden sie zu diesem Bild etwas sagen können. Brot und Rosen und das Kreuz im Hintergrund.
Es will an eine bekannte Geschichte erinnern. Von der Heiligen Elisabet wird sie erzählt. Dass die Not der Menschen in ihrer Zeit sie so sehr bewegte, dass sie einfach den Armen Brot brachte. Sie wurde verraten, dass sie Brot an die Armen austeilt. Als sie dabei erwischt wurde, sagte sie, es seien Rosen im Korb. Als sie das Tuch von Korb nahm, waren es Rosen. Aus Liebe zu den leidenden Menschen riskierte sie alles. Sie nahm das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe radikal ernst.
Es bleibt immer ein besonderes Geheimnis, wenn Menschen aus ihrer eigenen Lebenserfahrung heraus das Gute, das sie erfahren haben, an andere weitergeben. Wenn dabei das eigene Leben sogar in Gefahr gerät, ist es immer für uns alle, etwas, das uns berührt.
Lesen wir in der Bibel bei Matthäus wie Jesu das Gebot der Liebe sieht
Evangelium (Mt 22,34-40)
In jener Zeit,
als die Pharisäer hörten,
dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte,
kamen sie am selben Ort zusammen.
Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer,
wollte ihn versuchen
und fragte ihn: Meister,
welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele
und mit deinem ganzen Denken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diese beiden Gebote
hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Wir wissen, dass Gottes und Nächstenliebe wie zwei Seiten einer Medaille zusammengehören. Wir finden den Weg zu Gott über die Begegnung mit den Menschen.
Der Hinweis, dass das Gebot der Liebe die Zusammenfassung der ganzen Heiligen Schrift ist ( Gesetz und Propheten), öffnet unseren Blick für die ganze Schöpfung. Sie ist das Werk Gottes. Auch wenn wir uns immer wieder daran stoßen, dass das Böse in der Welt soviel Macht hat, will uns immer wieder ins Gedächtnis gerufen sein: dass die Schöpfung aus Gottes Hand auf diesem Grund steht, dass er diese Schöpfung in Liebe geschaffen hat. Er will uns mit all unserem Tun einladen auch unser Handel aus diesem Geschenk seiner Liebe zu verstehen.
Das ist für uns im Alltag immer eine große Forderung, um deren Erfüllung wir uns aus dem Gebet Kraft und Hilfe suchen können. So finden wir es in einem Gebetsgedanken des Nikolaus von der Flüe : …. nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Ich wünsche uns,dass wir bei vielen Gelegnheiten spüren, wie uns Gottes Liebe trägt,
Jan. Mäurer Pfr. i. R.