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Unser spiritueller Impuls zum Hochfest Allerheiligen - 1. November 2026:3 Minuten für dich und Gottes Wort

Himmel
Datum:
29. Okt. 2026
Von:
Volkmar Raabe - Lesezeit: 5 Minuten

Liebe Leserin, lieber Leser,

Allerheiligen richtet unseren Blick auf Menschen, die ihr Leben aus der Liebe Gottes heraus gelebt haben. Das Bild nimmt diese Hoffnung auf: Zwischen dunklen Zweigen öffnet sich ein weiter, lichtvoller Himmel. So ist auch unser Leben – manchmal geprägt von Dunkelheit und Unsicherheit, aber immer getragen von Gottes Licht. Die Lesung schenkt uns die Hoffnung: Wir sind Kinder Gottes. Unser Weg führt dem Licht entgegen – hin zu der Verheißung, Gott zu sehen, wie er ist.

Lesung aus dem ersten Johannesbrief 1 Joh 3, 1–3

Schwestern und Brüder!

1 Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat:
Wir heißen Kinder Gottes
und wir sind es.
Deshalb erkennt die Welt uns nicht,
weil sie ihn nicht erkannt hat.

2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes.
Doch ist noch nicht offenbar geworden,
was wir sein werden.
Wir wissen,
dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird;
denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

3 Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt,
heiligt sich,
so wie er heilig ist.

Das ist unser spiritueller Impuls für den Alltagl

Dekoration

Allerheiligen – Dem Licht entgegen

„Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes – und wir sind es.“ Diese Worte aus dem ersten Johannesbrief führen mitten hinein in das Geheimnis von Allerheiligen. Heute schauen wir auf Menschen, die ihr Leben aus dieser Liebe heraus gestaltet haben. Menschen mit Ecken und Kanten, mit Hoffnungen und Enttäuschungen, mit Glauben und manchmal auch mit Zweifel. Heilige sind keine perfekten Menschen. Sie sind Menschen, die sich von Gott berühren und verwandeln ließen.

Das Bild vor uns erzählt auf seine eigene Weise von dieser Hoffnung. Dunkle Zweige ragen in den Himmel – wie unser eigenes Leben mit seinen Grenzen, Fragen und Abschieden. Doch dahinter öffnet sich ein weiter Himmel. Licht bricht durch die Wolken, Farben verbinden sich, und ein leuchtender Weg scheint sich durch den Himmel zu ziehen. Das kann ein Bild für unseren Glauben sein: Wir sehen noch nicht alles. Unser Weg ist nicht immer klar. Aber über allem steht die Zusage Gottes: Wir sind seine Kinder.

„Wir werden ihn sehen, wie er ist.“ Was für eine Hoffnung! Allerheiligen richtet unseren Blick über das Sichtbare hinaus. Unser Leben endet nicht im Dunkel. Hinter allem, was wir jetzt nur bruchstückhaft verstehen, wartet die Begegnung mit Gott – mit dem, der uns kennt und liebt.

Die Heiligen sind dabei keine unerreichbaren Gestalten aus einer fernen Vergangenheit. Sie zeigen uns: Gottes Licht kann auch durch unser ganz gewöhnliches Leben hindurchscheinen. In einem guten Wort. In Vergebung. In einem offenen Ohr. In der Bereitschaft, einem Menschen beizustehen. In kleinen Zeichen der Liebe.

Wir dürfen heute und alle Tage unseres Lebens darauf vertrauen: Auch wenn unser Weg manchmal durch Dunkelheit führt, bleibt das Licht Gottes vor uns. Wir müssen den ganzen Weg noch nicht kennen. Es genügt, den nächsten Schritt im Vertrauen zu gehen.

Und am Ende steht nicht die Dunkelheit, sondern die Verheißung: Wir werden Gott sehen, wie er ist – und erkennen, dass seine Liebe uns immer getragen hat.

 

Fünf Gedankenanstöße zu Allerheiligen

  1. „Wir heißen Kinder Gottes – und wir sind es.“

Mein Wert hängt nicht davon ab, was ich leiste. Ich bin von Gott geliebt – einfach, weil ich da bin.

  1. „Wir werden ihn sehen, wie er ist.“

Heute dürfen wir über das hinausblicken, was wir sehen können. Unser Leben hat eine Hoffnung, die über den Tod hinausreicht.

  1. Die Heiligen waren Menschen wie wir.

Sie waren nicht perfekt. Aber sie haben versucht, Gottes Liebe in ihrem Alltag sichtbar werden zu lassen. Auch wir können damit beginnen.

  1. Vom Dunkel ins Licht.

Die dunklen Zweige im Bild erinnern an schwere Zeiten. Doch dahinter öffnet sich ein weiter, heller Himmel. Gottes Licht ist größer als unsere Dunkelheit.

  1. „Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich.“

Heiligkeit beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt heute – in einem freundlichen Wort, in Vergebung, in einem offenen Herzen und in der Liebe zum Menschen neben mir.

 

Segenswunsch

Gott segne dich in dieser Woche.
Er schenke dir Licht auf deinem Weg,
Hoffnung in schweren Stunden
und Menschen, die dir guttun.

Geh behütet und gesegnet.

Ihr Volkmar Raabe, Diakon