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Versöhnung mit Langzeitwirkung. Der Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe und seine Aktualität

Mut der ausgestreckten Hand
Datum:
Montag, 26. Oktober 2026 19:00
Art bzw. Nummer:
WELTEN lesen
Von:
Akademie des Bistums Mainz | Darmstadt | Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz Universität Breslau (Wrocław) | Deutsches Polen-Institut
Ort:

Deutsches Polen-Institut, Residenzschloss 1 Darmstadt

Heute scheinen die deutsch-polnischen Beziehungen von anderen Problemen bestimmt zu werden, etwa von Fragen der Sicherheit, des wirtschaftlichen Austauschs oder der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

In diesem Jahr haben wir den 35. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags sowie den 35. Jahrestag des Weimarer Dreiecks begangen. Wären diese Beziehungen ohne den vorausgegangenen Prozess, der zu ihnen geführt hat, überhaupt möglich gewesen? Welche Rolle spielte dabei der Brief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder?

Zweifellos wurde die Botschaft des Briefes – „Wir vergeben und bitten um Vergebung“ – im Laufe der Zeit von einem Teil der Kriegsgeneration angenommen. Welche Bedeutung hat sie jedoch heute? Dies ist auch eine Frage nach den bilateralen Beziehungen, aber ebenso nach den europäischen und globalen Beziehungen. Kann das Zeichen von 1965 angesichts der heutigen Herausforderungen weiterhin als Orientierung dienen? Der Brief der Bischöfe ist längst nicht mehr nur eine kirchliche oder religiöse Botschaft. Er wies den Weg zu Beziehungen, von denen wir heute profitieren.

 

Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz ist Historiker am Institut für Geschichte der Universität Breslau (Wrocław). Er leitete u.a. das Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien an der Universität Breslau und das Pilecki-Institut in Warschau. Er war Beauftragter der polnischen Regierung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit. Autor zahlreicher Publikationen zu deutsch-polnischen Beziehungen. Derzeit Gastprofessor an der Ruhr-Universität Bochum.

 

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