Schmuckband Kreuzgang

Die Seligpreisungen der Bergpredigt und die Friedensbotschaft des Neuen Testaments

Datum:
Termin: Freitag, 16.06.23 - 14:00
Art bzw. Nummer:
Studiennachmittag
Von:
Prof. Dr. Ingo Broer, Siegen
Ort:
Erbacher Hof Mainz
Grebenstr. 24-26
55116 Mainz

Die Seligpreisungen der Bergpredigt gehören zu den bekanntesten Texten des Neuen Testaments. Offensichtlich sind sie auch für den Evangelisten Matthäus von großer Bedeutung, da er sie nicht nur in die erste große Rede Jesu in seinem Evangelium aufnimmt, sondern sie sogar an deren Anfang stellt und dadurch ihre Bedeutung auch innerhalb der Bergpredigt noch einmal besonders hervorhebt. Abgesehen von der äußerst knappen Zusammenfassung der Predigt Jesu in Mt 4,17 hat Matthäus bis zum Beginn der Bergpredigt noch kein Wort Jesu in seinem Evangelium angeführt. Der Evangelist lässt vielmehr Jesus seine gesamte Predigt mit den neun wuchtigen Seligpreisungen, die jeweils mit dem vorangestellten „selig“ beginnen, eröffnen. Diese starke Betonung der Seligpreisungen weist auf eine besondere Bedeutung dieses Textabschnittes innerhalb der Verkündigung Jesu, wie sie der erste Evangelist darbietet, hin. Angesichts dieser Bedeutung der Seligpreisungstexte für den ersten Evangelisten ist es erstaunlich, dass die Exegese zu deren Verständnis insgesamt keine einheitliche Meinung gefunden hat. Die Auslegung schwankt zwischen einem Zuspruchscharakter, dass Jesus also den genannten Personen das Heil/die Verheißung direkt zuspricht, und dem Verständnis als ethische Weisung, wonach die Seligpreisungen eher Aufforderungs- als Zuspruchscharakter, man könnte auch sagen eher Bedingungscharakter, haben. Durch die Behandlung dieser und anderer Fragen soll in einem ersten Teil ein Zugang zu den Seligpreisungen eröffnet werden.
Mit der Seligpreisung der Friedensschaffenden in diesem wichtigen Abschnitt wird die Bedeutung des Einsatzes für den Frieden in der Verkündigung Jesu herausgestellt. Diesem
Aspekt widmet sich der zweite und dritte Teil der Arbeit an diesem Nachmittag. Zunächst einmal muss es darum gehen, die einzelnen neutestamentlichen Texte, die Aussagen zum
Thema Frieden machen, zur Kenntnis zu nehmen und sie auf ihren Forderungscharakter hin abzuklopfen. So kann man etwa fragen: Stimmen alle Texte in der Aufforderung zum
Frieden überein? Gibt es auch widersprechende Texte in der Verkündigung Jesu? Was fordern die Texte genau, sind ihre Forderungen einheitlich oder lassen sie sich in ihrem
ggf. unterschiedlichen Charakter je nach Bedeutung und Gewicht der Forderung ordnen?
Der abschließende Vortrag wird die Friedensbotschaft des Neuen Testaments skizzenartig darstellen und auf Fragen der Gegenwart einzugehen versuchen.

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