Mossautaler Grundschule richtet interaktive Leseförderung „Antolin“ ein

Zusammenarbeit Schule und Kath. Öffentliche Bücherei

Im Unterricht
Im Unterricht
Do 20. Jul 2006
Team KÖB Erbach
Hüttenthal. Wie kann man im Zeitalter des Computers Kindern das Interesse am Lesen nahe bringen? Am besten, durch den Computer selbst, dachten sich Monika Braun und Willi Weiers schon vor gut einem Jahr. Zusätzlich zum Ende 2004 eingerichteten Internet-Katalog zur „Leseförderung im Odenwaldkreis“ www.buechereiarbeit.de/schulen setzt die Mossautaler Grundschule auch die „interaktive Leseförderung“ Antolin ein.

Die Schulleiterin hat hierzu als eine der ersten eine Lizenz erworben, lange vor der Bereitstellung der Hessischen Landeslizenz. Willi Weiers, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Katholischen öffentlichen Bücherei St. Sophia in Erbach, sieht darin einen mehrfachen Nutzen: „Irgendwie müssen die Kinder ja an die Bücher kommen. Sie können sich im Internetkatalog umsehen und das mit dem Antolin-Symbol vermerkten Buch in der Bücherei ausleihen“.

Wie das konkret passiert, demonstrieren die Kinder der Klasse 4b, die am Dienstag zur ersten Stunde in den PC-Raum dürfen. Jeder hat sein Passwort und weiß, wie er auf die Seite von Antolin kommt. Es ist ein spielerisch aufgebautes Programm eines Schulbuchverlags, mit dem die Kinder den unmittelbaren Bezug von PC zum Buch erfahren. Die Klassenlehrerin Silke Lenz reicht Erhard Dietls „Die Olchies werden Fußballmeister“ herum.

Buch und PC
Alicia, Tim, Alexander und Robin haben die passende Seite im Programm schnell gefunden. Der Buchumschlag erscheint jetzt auch auf dem Monitor. Die Kinder haben gelernt, mit einem Suchbegriff umzugehen und das gewünschte Buch aufzurufen. 424 der 926 an der Schule verfügbaren Bücher tragen das Antolin-Symbol auf dem Rücken. Der pfiffige Rabe, das Maskottchen von Antolin, begleitet die Kinder auf den virtuellen Seiten.

Jetzt kann der junge Leser unter Beweis stellen, wie aufmerksam er das Buch gelesen hat. „Was wollte Olchies Mama mit dem Fußball?“, will der Rabe wissen. Oder: „Warum erhielt Olchies Papa die rote Karte?“ 15 lustige Fragen begleiten die virtuelle Buchpräsentation und machen Lust aufs Lesen wie auf das Thema. Die Kinder lernen spielerisch mit den PC-Funktionen umzugehen, Inhalte und Zusammenhänge der Geschichten zu verstehen und haben Spaß dabei, Punkte über ihr Wissen zu sammeln. Wer zu Hause weitermachen möchte, kann sich mit seinem Passwort wieder einloggen. „Endlich hat mein Sohn Lust am Lesen bekommen. Zur Belohnung darf er danach auch ein Spiel am PC machen“, berichtet eine Mutter. So lernen sie nicht nur etwas über die Fußballregeln der Olchies, sondern über viele Themen, die sich im Unterricht einsetzen lassen. Das dem Alter entsprechend passende Buch ist gekennzeichnet und für Eltern wie Lehrer vorab abrufbar.

antolin-banderole

Im Internetkatalog finden sich natürlich auch die Bücher der katholischen öffentlichen Bücherei, kurz KÖB genannt (http://eopac.KoebErbach.de), die online zur Ausleihe reserviert werden können. An dem Angebot partizipieren auch die Erbacher Grundschule am Treppenweg und die Schule am Sportpark. In puncto interaktive Leseförderung „gewährleisten wir so einen reibungslosen Übergang zur weiterführenden Schule“, ergänzt Willi Weiers.

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