Unentgeltlicher Einsatz in „ich-bezogener Gesellschaft“

Verleihung der Ehrenamts-Card

Ehrenamtscard
Ehrenamtscard
So 13. Feb 2011
KÖB-Team
Am Abend des 9. Februar 2011 verlieh Landrat Dietrich Kübler im Sitzungssaal des Landratsamts in Erbach 44 Ehrenamts-Karten und drei Sponsorenurkunden. Bereits zu dritten Mal in Folge wurden für ihre Arbeit in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Sophia Erbach Willi und Ursula Weiers, Edith Kiefer, Hedwig Nowara, Jürgen Heilmann, Luzia Scharf, Ilona Sumalowitsch (alle Erbach) mit der Ehrenamts-Card ausgezeichnet. Mit der Ehrenamts-Card wird bedankt, wer seit mindestens zwei Jahren im Schnitt wöchentlich mehr als 5 Stunden ehrenamtlicher Arbeit erbringt.

Nach einer musikalischen Einleitung durch Alexander Gutschmidt von der Musikschule Odenwald dankte Kübler in seiner Rede allen Anwesenden für deren ehrenamtliches Engagement. In der heutigen, „sehr ich-bezogenen Gesellschaft“ sei der unentgeltliche Einsatz für die Allgemeinheit nicht selbstverständlich und verdiene hohe Anerkennung sagte Kübler. Weiterer Dank galt neuen Sponsoren, die in ihren Geschäften oder kulturellen Einrichtungen Inhabern der Ehrenamts-Card Vergünstigungen bieten: Die Kleinkunstkneipe „Alte Post“ in Brensbach und die Firma Elektro Müller (Michelstadt und Erbach). Sie bekamen die Urkunde ausgehändigt, die sie als Sponsor ausweist.

Im Anschluss an die Vergabe der E-Cards stellte Michael Schmidt die Erbach-Michelstädter Tafel vor. Die 2007 gegründete und 2008 eröffnete Einrichtung versorgt hilfebedürftige Menschen im Kreisgebiet mit Lebensmitteln. Diese werden unter anderem von Supermärkten und Bäckereien gespendet, von Helfern eingesammelt und im „Tafel-Supermarkt“ gegen die Zahlung von einem Euro an Menschen ausgegeben, die unter bestimmten Einkommensgrenzen verdienen. In Jahr 2010 wurden so fast 1000 Bürgerinnen und Bürger versorgt.

Markus Fabian, Leiter der Ehrenamtsagentur, machte zum Abschluss die Anwesenden auf die Homepage dieser Einrichtung aufmerksam, auf der Angaben zu Ehrenamts-Aufgaben, Sponsoren, Vereinen sowie auch Fotos zu finden sind. Die Ehrenamtskarte wird seit dem Jahr 2006 in Hessen vergeben, um ehrenamtliche Tätigkeit zu würdigen.

Die Ehrenamts-Card erhielten für ihre Arbeit beim TSV 09 Günterfürst Vjatscheslav Savorotni (Bad König) und Arthur Stobert (Michelstadt). Für ihren Einsatz bei der Erbach-Michelstädter Tafel wurden Rosemarie Heil Sabine Hix-Dingeldein (beide Bad König), Natascha Buss, Volker Reimann (beide Erbach), Ingrid Heidorn, Doris Hörr, Brigitte Matzoun (alle Michelstadt) sowie Brigitte Gölz (Mossautal) gedankt. Von der Notfallseelsorge und Krisenintervention Odenwald erhielten Brigitte Schweitzer, Bärbel Roßner (beide Bad König), Edith Lauer (Beerfelden), Ruth Vetter (Brensbach-Wersau), Christa Limmer und Greta Ihrig (beide Erbach) die Anerkennung. Für sein bürgerschaftliches Engagement in Bad König-Fürstengrund bekam Horst Staier (Bad König) die E-Card, für vergleichbaren Einsatz in Steinbach waren es Adam Sulzbach und Heinz Dingeldein (beide Michelstadt).

Weiter wurden für ihre Arbeit in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Sophia Erbach Willi und Ursula Weiers, Edith Kiefer, Hedwig Nowara, Jürgen Heilmann, Luzia Scharf, Ilona Sumalowitsch (alle Erbach) mit der Ehrenamts-Card ausgezeichnet. Wolfgang Fröhlich (Bad König) erhielt die Karte für sein Engagement bei der TSG Bad König, Tobias Schäfer (Bad König-Zell) für seine Arbeit beim DLRG-Kreisverband. Außerdem ging die E-Card an Wolfram Beck, Jose Alves, Andreas Schmidt (alle Höchst), Dorothea Daum (Lützelbach), Stefan Biegi und Ulrike Biegi (beide Breuberg) vom TSV Höchst. Ausgezeichnet wurden auch Jens Becker (Brensbach-Wersau) vom TV 1908 Wersau, Isabel Wenzel-Brunner (Brombachtal-Langenbrombach) von der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen, Hans Ell (Erbach) für die Betreuung und Unterstützung von Senioren, Eva Kees (Höchst) von der Evangelischen Kirchengemeinde Höchst, Anette Hermann-Winter (Michelstadt) von „Oikocredit-Förderkreis“, Helga Walther (Erbach) für das Engagement bei „Da-Sein für Tiere“, Karl Stutz von der IG Obrunnschlucht, Anita Künnemann für die Arbeit beim Herbertschenr Chor Eintracht 1847, Elfi Kissinger (alle Höchst) für die Leistungen in der Behindertenarbeit und Klaus Schimmel (Michelstadt) von der Notfallseelsorge und der Initiative „Stolpersteine“.