Schmuckband Kreuzgang

Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken in anderer Form

Holocaust-Mahnmal, Berlin (c) Dekanat Mainz-Stadt/ M.Reuter
Holocaust-Mahnmal, Berlin
Datum:
Do. 7. Jan. 2021
Von:
Eva Reuter

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ Die klare Botschaft des italienischen Schriftstellers und  Holocaustüberlebenden Primo Levi ist heute aktueller denn je.

Veranstaltungsprogramm des Landtags Rheinland-Pfalz erschienen.

Seit März müssen wir wegen der Corona-Pandemie auf viel Gewohntes verzichten. Gemeinsam möchten der Landtag Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz ein Zeichen setzen: Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus findet statt – wenn auch in anderer Form. Unser großer Dank geht an all diejenigen, die ihre Planungen zum Gedenktag aller Ungewissheit zum Trotz mit Einfallsreichtum und Kreativität vorangetrieben haben. Sie finden in diesem Heft Online-Veranstaltungen, Lesungen, Vorträge und vieles mehr. Soweit nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen kostenlos. Bei Redaktionsschluss dieses Programmheftes stand noch nicht fest, wie sich die Pandemie-Lage im Einzelnen konkret auswirken wird. Informieren Sie sich daher bitte vor Ihrer Teilnahme bei den angegebenen Info-Adressen oder -Telefonnummern.

Schoah-Überlebende wie Primo Levi oder Niusia Horowitz-Karakulska, die letzte polnische Überlebende von Schindlers Liste, die am 27. Januar beim Online-Gedenken des Landtags in einer Videobotschaft sprechen wird, haben in dieser für viele Menschen schweren und ungewissen Zeit einen unmissverständlichen Auftrag an uns: Üben wir Mitmenschlichkeit und Solidarität mit den Schwachen. Machen wir uns bewusst, dass das System der nationalsozialistischen Diktatur hauptsächlich durch Mitläuferschaft und Mittäterschaft funktioniert hat. Schweigen wir daher nicht, sondern werden wir laut, wenn auf den Straßen antisemitische Verschwörungstheorien geäußert werden und Menschen ausgegrenzt werden. Halten wir dagegen, wenn die Namen von Holocaust-Opfern öffentlich instrumentalisiert werden. Setzen wir uns ein gegen Hass, Hetze und Gewalt und für das solidarische Miteinander in unserer Demokratie.

Hendrik Hering, Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz
Michael Ebling, Oberbürgermeister derLandeshauptstadt Mainz

Zum Programmheft (pdf-Download)