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IMPULS

Impuls
Datum:
1. Juni 2026
Von:
Gudrun Gomerski

 

 

 

„Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe und mach die Mitte gut.
Herr, zwischen Blühn und Reifen und Ende und Beginn.
Lass uns dein Wort ergreifen und wachsen auf ich hin.“

Das Jahr erreicht bald seinen Höhepunkt, die erste Hälfte des Jahres ist erreicht und für viele steht noch der ersehnte Urlaub vor der Tür. Es ist die Zeit, um blühende Felder zu genießen, Gottes Schöpfung zu bewundern und dabei Erholung zu finden. Und wie die Natur jetzt im Sommer, so sollen auch wir Menschen wachsen auf Gott hin.

„Kaum ist der Tag am längsten, wächst wiederum die Nacht.
Begegne unseren Ängsten mit deiner Liebe Macht.“

Selbst wenn das Jahr erst „halb herum“ ist, wird sichtbar: „Alles hat seine Zeit“, ein mich bewegender Satz aus dem Buch Kohelet. Die zweite Hälfte des Jahres erinnert uns daran, dass alles zu Ende geht und wir die Zeit nicht festhalten können. Schauen wir daher dankbar auf das zurück, was uns geschenkt wurde. Auch wenn die Tage wieder kürzer und damit auch dunkler und angstvoller für uns werden, vertrauen wir unsere Zukunft Gott an und legen sie in seine Hände.

„Das Jahr lehrt Abschied nehmen schon jetzt zur halben Zeit.
Wir sollen uns nicht grämen, nur wach sein und bereit,
die Tage loszulassen und was vergänglich ist,
das Ziel ins Auge fassen, das du, Herr selber bist.“

Abschied gehört zum Leben unseres Glaubens. „Abschied nehmen“ heißt nicht nur verlieren, sondern auch Loslassen lernen und dabei das Ziel im Auge behalten: Jesus Christus und seine Botschaft selbst.

Auf dem Weg zur Neugründung unserer Pfarrei müssen wir die „Zeichen der Zeit“ erkennen und Altes loslassen: Hören wir aufeinander, gehen wir respektvoll miteinander um, nehmen wir den anderen ernst und behalten wir Gott mit seiner Liebe und Barmherzigkeit im Blick.

„Du wächst und bleibst für immer, doch unsre Zeit nimmt ab…..“

Gottes Wirken ist auf die Zukunft ausgerichtet, es währt ewig, unser Tun dagegen ist vergänglich.

Möge dieses Lied eine Einladung sein, in den nächsten Tagen oder Wochen innezuhalten, Gott zu danken, seine Gegenwart wahrzunehmen und uns daran erinnern, dass alles ein Geschenk und vergänglich ist.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Sommerzeit und erholsame Urlaubstage.

Für das „Geistliche Team“ im Pastoralraum Dreieich-Isenburg

Gudrun Gomerski