IMPULS

Impuls des Geistlichen Teams im Pastoralraum Dreieich-Isenburg für August
Das Gebet des Jabez
Inmitten der Aufzählungen von Namens- und Abstammungsregistern des Volkes Israel im Buch der Chroniken taucht plötzlich und unerwartet ein kleines, bemerkenswertes und kraftvolles Gebet auf.
In 1. Chronik 4, 9- 10 heißt es:
" Jabez war angesehener als seine Brüder. Seine Mutter hatte ihn Jabez genannt; denn sie sagte: Ich habe ihn unter Beschwerden geboren. Doch Jabez rief zum Gott Israels und sprach: Möchtest du mich segnen und mein Gebiet erweitern. Möchte deine Hand mit mir sein, dass du mich freimachst von Unheil und ich ohne Beschwerden bleibe. Und Gott erfüllte seine Bitte."
Der Name "Jabez" ist hebräisch und bedeutet: " Er macht Schmerzen", " Schmerz", " Kummer/ Sorge".
Und Jabez, der jedes Mal bei der Nennung seines Namens, bei seiner Anrede daran erinnert war, dass er Schmerzen verursacht hatte, dieser Jabez hatte den Mut, Gott um etwas Großes zu bitten.
nd dieses Gebet hat Tiefgang:
" Segne mich Gott, erweitere mein Gebiet, stehe mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern."
Unglaublich. Und Gott erhörte, was er erbeten hatte.
Jabez bittet Gott um den ganzen Segen, er bittet Gott darum, dass Gott sein Leben reichlich füllt mit Liebe und allen guten Gaben, die Gott für ihn hat.
Er bittet weiter, dass Gott sein "Gebiet erweitert", dass Gott ihm hilft, über seine Grenzen zu gehen, weiter zu schauen, die Komfortzone heute zu verlassen und nicht zu klein zu denken von den Menschen in seinem Umfeld und von dem, was Gott durch ihn bewirken möchte.
Das " stehe mir bei " drückt aus: " Gott, bitte sei du heute mit dabei in jeder Entscheidung, die ich treffen muss, bei jeder Herausforderung, bei jeder Arbeitsentscheidung, bei den Gesprächen mit anderen Menschen da draußen. Steh du mir bei Gott."
Also, Jabez will selber nicht groß herauskommen. Er glaubt, dass Gott es ist, der Großes vollbringen kann und wird!
Und nicht nur dieses " Steh mir bei", sondern auch das " Halte Unglück und Schmerz von mir fern" drückt komplettes Gottvertrauen aus.
"Egal, was mir passiert, Herr, steh du mir bei. Hilf mir, dass ich nicht versucht werde. Hilf mir, dass ich ohne Leid heute durch diesen Tag hindurch gehen kann. Bewahre mich vor den Angriffen des Bösen."
Und das Geniale ist, Gott erhörte sein Gebet!
Ist das nicht herrlich?
Ja, ist es nicht schön, dass wir wissen dürfen, dass so ein Gebet, wie es da gesprochen wurde, dass es ein göttliches Gebet ist, was Gott gut findet?
Genauso können auch unsere Gebete von Gott gehört werden.
Und wenn du mal nicht weißt, was du beten sollst oder dir der Glaube oder Worte fehlen, dann sprich doch einfach mal dieses Gebet von Jabez.
Hier eine moderne Version:
Gott, ich danke dir, dass du mich siehst, auch wenn ich mich manchmal klein, schwach und überfordert fühle.
Ich bitte dich, segne mich nicht nur ein bisschen, sondern segne mich reichlich mit allem, was du für mein Leben vorbereitet hast.
Erweitere mein Gebiet.
Gib mir Mut und Möglichkeiten einen Unterschied zu machen an meinem Arbeitsplatz, mit meinen Freunden, in meiner Familie, in meiner Nachbarschaft.
Zeig mir, wo ich gebraucht werde.
Steh mir bei, in allem, was ich tue. Ohne dich kann ich nichts.
Mit dir kann ich mehr, als ich je gedacht habe.
Und halte mich fern von Dingen, die mich herunterziehen.
Schütze mein Herz, meinen Körper, meine Gedanken.
Hilft mir, frei zu leben, voller Freude, Hoffnung und Liebe.
Ich will nicht klein glauben, ich will groß vertrauen.
Danke, dass du mich hörst.
Und dass du gerne gibst.
Amen.
Für das „Geistliche Team“ im Pastoralraum Dreieich-Isenburg
Ilona Hottinger