„Wir alle sind, was wir gelesen!“ (Golo Mann):Buchsonntag der Katholischen Kirche 2026

Der erste Sonntag nach dem Fest des Hl. Karl Borromäus (4. November) wird in den Diözesen als „Buchsonntag“ gefeiert. Ein Tag an dem die Aufmerksamkeit auf das Angebot der mehr als 2.200 Katholischen Öffentlichen Büchereien im Bereich des Borromäusvereins mit ihren ca. 23.000 zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelenkt wird.
Am 4. November feiert die katholische Kirche das Namensfest des heiligen Karl Borromäus. Der Erzbischof von Mailand (geboren 1538), der in der Zeit von Gegenreformation und Konzil von Trient wirkte, reformierte Priesterschaft und Seelsorge durch weitsichtige Neuerungen und stellte Missstände ab.
1926 führte die Fuldaer Bischofskonferenz den "Borromäussonntag" ein, der jeweils am Sonntag nach dem 4. November stattfindet und heute "Buchsonntag" heißt. An diesem Tag weisen die Katholischen öffentlichen Büchereien auf ihre Dienste hin, nicht nur zum Thema "Buch", sondern auch zu anderen Medien wie Film, Hörbücher, Spiele, eBooks und ihren Angeboten wie Veranstaltungen.
Am "Buchsonntag" - in diesem Jahr der 8. November - oder an den zeitlich naheliegenden Wochenenden veranstalten viele Katholischen öffentlichen Büchereien im Bistum ihre traditionelle Weihnachtsbuchausstellung. In Zusammenarbeit mit der ekz.bibliotheksservice GmbH Reutlingen oder der borro medien GmbH Bonn vermittelt sie gute Literatur, Spiele für Familien und andere ausgewählte Medien zum Eigenbesitz. Für die Vermittlung erhält die Bücherei eine Gutschrift, mit der sie ihr Angebot weiter ausbauen kann.
Auch die Kollekte am "Buchsonntag" dient dem weiteren Ausbau des Büchereiangebotes.
Auszug aus dem Kollektenplan der Diözese Mainz:
Voraussetzung für Lesen und eine Lesekultur ist ein gutes Bücherangebot. Damit die Katholische öffentliche Bücherei der Pfarrei ein solches bereithalten kann, braucht sie immer wieder neue Bücher. Gute Bücher aber haben ihren Preis. Deshalb die Kollekte. Sie verbleibt in der Pfarrei zum Ausbau der örtlichen Bücherei. Gemeinden ohne Katholische öffentliche Bücherei oder ohne geöffnete Bücherei überweisen das Kollektenergebnis an die Bistumskasse.