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Gottesdienst 80 Jahre Vertreibung

80 Jahre Vertreibung
Datum:
13. Apr. 2026
Von:
Stefan Barton

Odsun – Umsiedlung, Vertreibung, Wegschaffen – so lauten die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten ein und desselben Vorgehens der tschechischen Regierung unter Ministerpräsident Edvard Benesch 1946, Im 80. Jahr erinnern wir mit einem Gottesdienst der Umsiedlung, der Vertreibung von etwa zwei bis drei Millionen Menschen aus den Gebieten von Böhmen und Mähren, während des Krieges und danach auch Sudetenland genannt.

Die Erinnerungskultur steht dabei an einem Scheidepunkt. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sterben mehr und mehr weg. Das bedeutet, dass es bald keine lebenden Zeuginnen und Zeugen der Ereignisse geben wird. Wohl aber sind weitere Generationen aus den sogenannten Heimatvertriebenen hervorgegangen. Die Erinnerung soll wach gehalten werden in den Familien, in unserem Land.

Wir feiern den Gottesdienst für alle Heimatvertriebenen und Flüchtlinge die nach 1946 auch viele unserer katholischen Pfarrgemeinden aufgebaut und vorhandene bereichert haben. Die Herausforderungen waren groß. Eine neue Existenz aufzubauen war schwierig in einer Zeit und in einem Land in dem viele Menschen aus Vertreibung und Flucht eine neue Heimat finden sollten.

Wir wollen dankbar auf gelungene Begegnungen schauen und für die nicht gelungenen Begegnungen um Verzeihung bitten.

Nach der Ankunft im Rest von Deutschland war für viele Katholikinnen und Katholiken die Feier der Eucharistie mit der Deutschen Messe von Franz Schubert, der selbst mährischer Abstammung war, von großer Bedeutung. So wollen auch wir Teile aus der Deutschen Messe im Gottesdienst singen.

Der Pfingsttag ist als Termin gewählt, weil seit Jahrzehnten an diesem Tag das Sudetendeutsche Treffen in Nürnberg begangen wird.

Wir feiern die Eucharistie im Gedenken der vielen, die mit diesem Ereignis ihre Heimat verloren hatten und doch eine neue Heimat erringen konnten.

Pfingstsonntag, 24. Mai 2026

11.00 Uhr Eucharistiefeier in Sankt Markus Kelsterbach