Schmuckband Kreuzgang

Impuls zum 12.7.2026

Frucht bringen (c) E. Wanka
Frucht bringen
Datum:
Do. 9. Juli 2026
Von:
E. Wanka

Impuls zum 12.7.26

Die Großzügigkeit Gottes

Die Texte des 15.Sonntags im Jahreskreis erzählen alle von der Großzügigkeit Gottes.

Er schenkt uns seine Liebe und alles, was wir zum Leben brauchen im Überfluss.

Das Bild des Wachstums steht dabei im Mittelpunkt.

Jesaja (Jes 55,10-11) vergleicht Gottes Wort mit Regen und Schnee, also mit Wasser,

der Grundlage allen Lebens auf Erden. Paulus (Röm 8,18-23) weitet den Blick:

Nicht nur wir Menschen, sondern die ganze Schöpfung sehnt sich nach Erlösung und Vollendung. Und Jesus erzählt vom Sämann (Mt 13,1-13), der verschwenderisch sät.

Dabei wird deutlich: Wachstum ist immer ein Geschenk. Gottes Wort wirkt in der Welt - manchmal im Verborgenen, manchmal überraschend, aber immer mit der Kraft, Neues entstehen zu lassen.                          

 

Gott des Lebens, dein Wort ist wie Regen, der die Erde tränkt, wie Samen, der im Verborgenen wächst, wie Licht, das Hoffnung schenkt.

Du säst deine Liebe verschwenderisch aus, auch dorthin, wo wir sie nicht erwarten. Öffne unser Herz für deine Botschaft. Mach uns bereit, dein Wort zu hören, es zu verstehen und es in unserem Herzen keimen zu lassen, sodass wir zu Botinnen und Boten deiner Liebe werden.   Amen.

(nach Sarah Kneifel in WortGottesFeiern 4/2026)

 

>Jesus sagte zu seinen Jüngern: Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät,                 der das Wort vom Reich Gottes hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.<  Mt 13,23

 

Am 11. Juli ist der Gedenktag des Heiligen Benedikt von Nursia (um 480–547).

Er gilt als der „Vater des abendländischen Mönchtums“ und Schutzpatron Europas.

Als Begründer des Benediktinerordens prägte er das klösterliche Leben maßgeblich.

Er war einer, der sich besonders darum bemühte auf Gottes Wort zu hören.

Das wiederholende Betrachten der Worte der Heiligen Schrift ist die Grundlage des Dienstes als Ordensbruder/-schwester.  Das Hören sollte aber auch das Miteinander in der klösterlichen Gemeinschaft maßgeblich bestimmen. Die Freude am eigenen Tun, ein maßvolles Leben sollten weitere Säulen des geistlichen Lebens sein.

Die „Regula Benedicti“ (Benediktsregel), ist sein Regelwerk, das bis heute den Tagesablauf zahlreicher Mönche und Nonnen u.a. durch einen Wechsel von Gebet und Arbeit „Ora et labora“ strukturiert.

Die ein oder andere Anregung zur Gestaltung des eigenen Alltags lässt sich beim genaueren Betrachten darin bestimmt entdecken.

 

Hinweisen mag ich Sie auf den Artikel von Schwester Maria Magdalena Hörter im CHRISTOPHORUS-BOTE (Seite 24-26). Sie schreibt darin zum „Abschied der Schwestern von Kloster Engelthal“.

Viele Jahre haben die Schwestern als benediktinische Gemeinschaft diesen Ort geprägt. Begleiten wir ihren Abschied und Neubeginn mit unserem Gebet!

 

Mögen wir einen guten Alltagsrhythmus entdecken/leben!

Liebe Grüße Edith Wanka