Michael Gille, Regionalkantor (c) Michael Gilles

Michael Gilles

Regionalkantorat Gießen und Alsfeld
Sebastian Seibert (c) Sebastian Seibert

Michael Gilles nimmt Elternzeit (11.09.-11.10.2022)

 

Sebastian Seibert stellt sich vor


Redaktion (Newsletter Kirchenmusik, St. Bonifatius, Gießen): Lieber Sebastian, zum zweiten Mal übernimmst Du eine Elternzeit für Michael Gilles, Ihr kennt Euch. Kannst Du für alle die Dich nicht kennen kurz etwas zu deinem Werdegang sagen?

Sebastian: Nachdem ich meine kirchenmusikalische Ausbildung im Bistum Mainz in Gießen abgeschlossen habe, bin ich nach Leipzig gezogen, wo ich auch Michael kennengelernt habe. Dort studiere ich Kirchenmusik und Operngesang.
Zweimal durfte ich Michael schon vertreten und neben regelmäßigen Orgeldiensten und Chorproben wirke ich auch an einigen Opernproduktionen unter anderem an der Oper Leipzig mit.
Die Orgelabschlussprüfung meiner C-Ausbildung war übrigens eines der ersten Konzerte, das auf der neuen Eule-Orgel in St. Bonifatius stattfand, kurz bevor mein Studium startete.

Redaktion: Welche Projekte und Ziele verfolgst Du gerade außerhalb der Elternzeitvertretung?

Sebastian: Es stehen einige Opernpartien und Konzerte an, die noch vorbereitet werden wollen. 

Redaktion: Was findest Du an Kirchenmusik besonders spannend?

Sebastian: Kirchenmusik ist vertonte Verkündigung. So bietet sie einen musikalischen Zugang zum Glauben und kann Menschen auf verschiedenste Art und Weise spirituelle Erfahrungen schenken. Schließlich finden oft selbst glaubens- und kirchenferne Leute Gefallen an der Kirchenmusik, die auf jeden anders wirken kann.
Am Beruf des Kirchenmusikers finde ich die Vielfalt spannend. Der Kirchenmusiker ist Organist, Chorleiter und Dirigent, Organisator, Konzertveranstalter, Lehrer und so vieles mehr in einer Person. Er ist Musiker und hat gleichzeitig auch nichtmusikalische Aufgaben, was den Beruf sehr abwechslungsreich macht.

Redaktion: Der jetzige Facebook-Account geht auf deine Initiative zurück. Würdest Du auch dieses Mal gerne etwas ausprobieren? Auf was freust Du dich in der Elternzeitvertretung? 

Sebastian: Die verschiedenen Aufgaben, die mich während der Elternzeitvertretung erwarten, warten natürlich schon darauf, auf den Facebook- und Instagram-Accounts veröffentlicht zu werden. 
Eigentlich freue ich mich auf alle Aufgaben, vielleicht kann ich neben den bekannteren Aufgaben des Kirchenmusikers das Unterrichten hervorheben, an dem ich schon bei der ersten Vertretung besondere Freude gefunden habe. Außerdem freue ich mich darauf, die anderen Kirchenmusiker des Bistums, die früher meine Lehrer waren, nun als Kollegen wieder zu treffen. 

Redaktion: Wie hat sich aus deiner Sicht die Kirchenmusik an der Bonifatiuskirche nach dem Weggang deines Lehrers Ralf Stiewe zu heute verändert?

Sebastian: Dadurch, dass ich in St. Bonifatius meinen Orgelunterricht hatte, war Ralfs Schwerpunktprojekt nach meiner Wahrnehmung natürlich der Bau der neuen großen Eule-Orgel. Ich konnte richtig merken, wie sehr ihn das neue Instrument, das sich noch im Bau befand, begeisterte.
Die Eule-Orgel hat sich nicht nur als Instrument für Liturgie und Unterricht, sondern auch als Konzertinstrument etabliert und bietet mit den englischen Registern eine interessante und hierzulande seltene Disposition. Auch ist die Bonifatiuskirche immer wieder Konzertort für verschiedenste Ensembles, was den Leuten die Kirche auch außerhalb der Gottesdienste öffnet.
Toll finde ich auch, dass sich mittlerweile wieder mehr Leute für die kirchenmusikalische Ausbildung zu interessieren scheinen und die mediale Präsenz der Kirchenmusik an St. Bonifatius deutlich gestiegen ist.
Insgesamt finde ich, dass sich die Kirchenmusik an St. Bonifatius immer gut weiterentwickelt.

Redaktion: Vielen Dank Sebastian. Wir wünschen Dir viel Freude und Erfolg für deine Zeit als Regionalkantor in Elternzeitvertretung.