fastenZEITraum "Zwischen Tradition und Moderne"

Unerschöpfliche Quelle der Spiritualität

Im fastenZEITraum lädt die Kulturkirche während der Fastenzeit ein zu Stille, Meditation und Gebet. (c) Markus Wach und Chiao-Hua Chang
Im fastenZEITraum lädt die Kulturkirche während der Fastenzeit ein zu Stille, Meditation und Gebet.
Datum:
Termin: Samstag, 25.03.23 - 17:00
Art bzw. Nummer:
Meditationskonzerte
Von:
Künstler der Neuen Improvisierten Musik
Ort:
Kirche St. Thomas Morus Gießen
Grünberger - Str. 78
35394 Gießen

Improvisation als unerschöpfliche Quelle der Spiritualität. Aus einer Intuition entsteht sie im Geiste des Augenblicks, geht vorüber und hinterlässt doch Bleibendes, lädt ein zu einer Reise ins Innere und offenbart Persönliches – eine persönliche Auszeit in der Woche für die eigene Seele.

Im fastenZEITraum lädt die Kulturkirche während der Fastenzeit an drei Samstagen ein zu Stille, Meditation und Gebet. Der Eintritt ist frei.

Zwischen Tradition und Moderne

Die Erhu Spielerin Chiao-Hua Chang und der Multi-Instrumentalist Markus Wach gastieren am 25.3.2023 in der Kulturkirche St. Thomas Morus (c) Förderverein St. Thomas Morus e.V.
Die Erhu Spielerin Chiao-Hua Chang und der Multi-Instrumentalist Markus Wach gastieren am 25.3.2023 in der Kulturkirche St. Thomas Morus

Die aus Taiwan stammende Erhu Spielerin Chiao-Hua Chang und der Multi-Instrumentalist Markus Wach lernten sich zu den Aufnahmen von Wachs Album „a somnambule beauty's serpentine traces“ kennen. Beide waren gleichauf von der Idee fasziniert die besonderen Klänge traditioneller Musikinstrumente in moderne Kompositionen zu überführen, den Fokus auf die selten gehörten Timbres dieser zu setzen und den Reichtum an Sounds in experimentelles Spielen zu transportieren. Im Duo konzertierend wechseln die Musiker nicht nur ihre Instrumente sondern bewegen sich auch fließend zwischen Traditionen, Kompositionen und Improvisationen.

1000 Jahre altes Instrument

Geboren in Taiwan, lebt Chang seit 2013 als freischaffende Musikerin und Erhu-Lehrerin in Wien, vor der Übersiedlung hat sie bereits 12 Jahre pädagogische Erfahrungen durch Erhu-Unterricht in Taiwan gesammelt. Bis dato hat sie mit vielen heimischen und internationalen Musikern und Ensembles in vielen Ländern musiziert. Aktuell ist sie beim Projekt „Three Continents“ mit Przemysław Strączek mit dabei. Sie hat auch in verschiedenen internationalen Free Improvisation Festivals ihr Instrument zum Klingen gebracht.

Die Erhu ist ein zweisaitiges chinesisches Streichinstrument, über dessen Resonanzkörper eine Schlangenhaut gespannt ist. Daher rührt auch der charakteristische Klang dieses Instruments. Historischen Aufzeichnungen zufolge wird die Erhu vor ca. 1000 Jahren in der Tang-Dynastie zum ersten Mal erwähnt.

"Schwere Waffen"

A Reiter, Schwere Waffen, 2022, Metallabrieb auf Holz, Acryl auf Holz (c) A Reiter, Schwere Waffen, 2022, Metallabrieb auf Holz, Acryl auf Holz
A Reiter, Schwere Waffen, 2022, Metallabrieb auf Holz, Acryl auf Holz

Während der gesamten Fastenzeit wird das Werk des Künstlers Alfred Reiter in der Kulturkirche ausgestellt sein und lädt zur Diskussion, Meditation und Reflexion.

Vor dem Hintergrund der sog. "Zeitenwende" des Angriffs Russland auf die Ukraine beschäftigt sich der Künstler mit der Frage des Umgangs mit sprachlicher Kriegsrhetorik, Heldengedenken und einer sog. "Nonchalance", mit der über solche Themen in den Öffentlichkeit gesprochen und diskutiert wird, eingedenk der Brutalität und Schrecken von Krieg. 


Dem "Sinnlosen einen Sinn geben" wird zur Aufgabe angesichts der Herausforderungen einer "Zeitenwende" in Europa. In welchem Verhältnis stehen wir heutzutage zu Krieg? Welchen Fragen müssen wir uns dabei stellen? Dafür müssen wir unser Bewusstsein dringend schärfen.