Jesus sagte zu ihr:
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt,
wird leben, auch wenn er stirbt,
26und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?
27Marta sagte zu ihm:
Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
(Sonntagsevangelium, Joh 11)
Der Film von Mel Gibson „Die Passion Christi“, der in diesen Wochen durch die Kinos der Welt läuft, zeigt diese tiefe und letzte, an Grausamkeit kaum zu überbietende Erniedrigung Jesu bis zur gänzlichen Vernichtung. Dies hat viele Filmbesucher tief getroffen, nicht selten auch verunsichert. Wir sind offenbar lange Zeit zu harmlos und zu oberflächlich mit dem Kreuz umgegangen. Es wird ja auch bei weniger passenden Gelegenheiten gedankenlos als Schmuck getragen. Da mag es gut sein, das Kreuz einmal für vierzehn Tage zu verhüllen und ihm damit seine Selbstverständlichkeit zu nehmen. Es gehen uns dann die Augen auf, wie ehrlos der Tod Jesu war. Auch hier können uns Zurückhaltung und Verzicht, das allzu Gewohnte banal anzuschauen, neu das Sehen lernen, gerade auch der Tiefe, die im Kreuz Jesu Christi steckt. Ausgerechnet in ihm, einem Schandpfahl ist das Heil der Welt beschlossen.
(Karl Kardinal Lehmann, 2004)
Einen gesegneten esten Passionssonntag Ihnen allen!
Am Sonntag findet ein Besinnungsnachmittag mit Pfr. Hinke statt.
Pfarrer und Gemeinde
Bild: Das Grab des Lazarus in der Nähe von Jerusalem