Pfarrkirche Brensbach "Mater Dolorosa"

Am 15.12. 1958 erhielt die katholische Gemeinde Brensbach den Status einer Unabhängigen Pfarrkuratie, d.h. sie wurde eine selbstständige Pfarrgemeinde. Dieses Jubiläum wurde am 14.12. 2008 in einem feierlichen Hochamt mit Festprediger Bruder Paulus Terwitte gefeiert.

Bis 1946 war Brensbach eine rein evangelische Gemeinde. Erst mit den Heimatvertriebenen aus Schlesien, dem Sudetenland, Jugoslawien und der Slowakei kamen wieder Katholiken hierher.

Die ersten Gottesdienste zelebrierte Pfarrer Trubrig, der seit 1948 die Gemeinde betreute, in der Kapelle des Barons von Gemmingen in Fränkisch-Crumbach, in der Schule, im Dorfgemeinschaftshaus und in den evangelischen Kirchen von Brensbach und Wersau.

1949 wurde auf dem ehemaligen Schuttablagerungsplatz am Rande von Brensbach, dem heutigen Rosenweg, eine gebrauchte Lazarettbaracke aufgestellt: diese Holzkirche diente 13 Jahre lang als Gotteshaus. Die katholische Pfarrgemeinde wuchs rasch und bot den Flüchtlingen einen Bezugspunkt. Die festlichen Gottesdienste (es gab bald einen Kirchenchor mit 18 Mitgliedern) und die Gemeindefeste erleichterten das Heimisch-Werden im Odenwald.

1958 zählte die Gemeinde 420 Mitglieder; die Verantwortlichen des Bistums Mainz trugen sich mit dem Gedanken, die Brensbacher Katholiken einer anderen Gemeinde zuzuschlagen. Nur dem energischen Engagement von Frl. Hildegard Wittenberger, die lange Jahrzehnte der gute Geist der Gemeinde war, ist es zu verdanken, dass Brensbach den Status einer unabhängigen Pfarrgemeinde bekam.

Erst 1961 wurde der Grundstein zur heutigen Kirche gelegt, im Juli 1963 wurde die neue Kirche konsekriert. In Erinnerung an das Leid der Heimatvertriebenen wurde das Gotteshaus der Schmerzhaften Muttergottes, Mater Dolorosa, geweiht. Die Töne der beiden Glocken wurden mit dem Geläut der evangelischen Kirche harmonisch abgestimmt.

 

Adresse

Rosenweg 4

64395 Brensbach