Erntedank mit Franziskus: Danke für diese bunte Welt

Die Idee mit den Tieren wurde auch sichtbar: Rund um den Stamm des Danke-Baums lagen viele Kuscheltiere, die die Kinder aus der Krypta mitgebracht hatten. Gemeinsam mit den Bildern von Vögeln am Baum erinnerten sie an den Heiligen Franziskus, dem eine besondere Verbundenheit mit den Tieren und der gesamten Schöpfung zugeschrieben wird. In seinem Sonnengesang lobt er Gott für die Vielfalt seiner Geschöpfe. Der Sonnengesang ist als Lied vertont im Gotteslob zu finden, weshalb wir es zum Abschluss gesungen haben.
Danke für mehr als Lebensmittel
Dank ist aber mehr als ein Dankeschön für die Lebensmittel, die uns zur Verfügung stehen. Auch dies ist wichtig, doch es gibt noch vieles mehr, wofür wir dankbar sein können. Darauf wies Pfarrvikar Felix Edomobi in seiner Predigt hin. Rund 200 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher waren zum Familiengottesdienst gekommen. „Erntedank mit Franziskus – wir danken für diese bunte Welt“: So lautete das Motto des Familiengottesdienstes. Dem Vorbereitungsteam um Edgar Dietz, Sven Herget, Sylvia Strauß, Claudia Träger und Lesley Wilson war es wichtig, Erntedank und den Heiligen Franziskus miteinander zu verbinden.
Immerhin ist es genau 800 Jahre her, dass der Heilige Franziskus in den späten Abendstunden des 3. Oktober 1226 starb. Die katholische Kirche gedenkt seiner jedes Jahr am 4. Oktober.

Viel Sand im Erntedankaltar
Einen üppigen Erntedankaltar gab es dieses Mal nicht. Kürbisse, Kartoffeln, Äpfel, Trauben, Birnen und Sonnenblumen waren neben einem breiten sandigen Streifen arrangiert, dazwischen lagen trockenes Stroh und Heu. Das war eine durchaus realistische Darstellung,
wenn man bedenkt, dass viele Menschen in der Landwirtschaft über hohe Ernteausfälle geklagt haben. Zu heiß, zu trocken: Die Dürre hat unserer Natur stark zugesetzt. Für Franziskus war die Verbundenheit mit der Schöpfung von großer Bedeutung – ebenso wie
ein guter und, wie wir heute sagen würden, nachhaltiger Umgang mit ihr.
Auch das gehört zum Erntedankfest: sich daran zu erinnern, wie wertvoll die Schöpfung ist und wie wichtig es ist, sorgsam mit ihr umzugehen. Und trotz aller Herausforderungen gibt es Grund, Danke zu sagen. Das wurde in der Predigt deutlich – und ebenso in den vielen bunten Blättern der Kinder am Danke-Baum. Der Schöpfungsgedanke, der für Franziskus so wichtig war, zog sich auch musikalisch und in den Fürbitten wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. René-A. Schwab begleitete den Gottesdienst an Orgel und Klavier.
Im Anschluss konnten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher den Vormittag bei heißem Kürbistee, Schokobrezeln und Knabbereien ausklingen lassen. Claudia Domnik und Levin Wilson sorgten dafür, dass Getränke, Tee und Knabbereien nicht ausgingen.