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St. Konrad:Mit Gospel, Gemeinschaft und guter Laune in den Dreifaltigkeitssonntag

Chor Swing Low in der Kirche St. Konrad
Wer am Sonntagmorgen meinte, um 9.00 Uhr sei es für Begeisterung noch etwas zu früh, wurde in St. Konrad schnell eines Besseren belehrt. Schon mit den ersten Klängen des Einzugsliedes „Yonder Come Day“ zog eine besondere Atmosphäre durch die Kirche. Der Gospelchor „Swing Low“ unter der Leitung von Dr. Oliver Alt füllte den Kirchenraum mit kraftvollen Stimmen, mitreißenden Rhythmen und einer Freude, die unmittelbar auf die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher übersprang.
Datum:
31. Mai 2026
Von:
Manfred Bräuner
Chor Swing Low in St. Konrad

Passend zum Dreifaltigkeitssonntag wurde an diesem Morgen nicht nur von Gemeinschaft gesprochen – sie wurde sichtbar und hörbar gelebt. Katholische und evangelische Christinnen und Christen gestalteten gemeinsam die Feier und setzten damit ein schönes Zeichen gelebter Ökumene. Der Chor brachte Menschen unterschiedlicher Konfessionen zusammen und ließ spüren, dass der gemeinsame Glaube oft stärker verbindet als alles, was trennt.

Pfarrer Lucaci am Altar

Dass der Gospelchor an diesem Sonntag in St. Konrad zu Gast sein konnte, war auch der Unterstützung von Pfarrer Anton Lucaci zu verdanken, der diesen besonderen Gottesdienst ermöglicht und begleitet hat. So entstand eine Feier, die musikalisch und geistlich ganz im Zeichen des Miteinanders stand.

Dieses Thema griff Pfarrer Lucaci auch in seiner Predigt auf. Am Fest der Heiligen Dreifaltigkeit erinnerte er daran, dass Gott selbst Gemeinschaft ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist leben in vollkommener Verbundenheit. Daraus erwächst auch für die Kirche der Auftrag, Gemeinschaft zu stiften, Menschen zusammenzuführen und Brücken zu bauen. Gerade in einer Zeit, in der vieles auseinanderzudriften scheint, wurde die Bedeutung von Zusammenhalt, gegenseitigem Vertrauen und gelebter Nächstenliebe eindrucksvoll hervorgehoben.

Chor Swing Low im Gottesdienst

Besonders eindrucksvoll erklangen der Antwortpsalm und das Halleluja „Connected“, das den Gedanken von Verbundenheit und Zusammengehörigkeit musikalisch aufgriff. Mit „Count on Me“ zur Gabenbereitung und dem berührenden Kommunionlied „We Shall Walk in Peace“ schuf der Chor immer wieder Momente, die zum Nachdenken, Mitschwingen und Mitbeten einluden.

Der warme Chorklang erfüllte den Kirchenraum bis in die letzten Reihen. Viele Besucherinnen und Besucher äußerten sich anschließend begeistert über die musikalische Gestaltung. Die Stimmen des Chores verbanden sich mit der besonderen Akustik von St. Konrad zu einem eindrucksvollen Gesamtbild, das lange nachklang.

Dank an den Chor

Doch der Gottesdienst war nach dem Schlusssegen noch nicht wirklich zu Ende. Niemand hatte es eilig zu gehen. Viele blieben stehen, hörten weiter zu und ließen sich von den abschließenden Liedern „Hem of Your Robe“ und dem mitreißenden „Siyahamba“ begeistern. Die Freude am Singen war den Sängerinnen und Sängern anzusehen – und sie übertrug sich auf die ganze Gemeinde.

Auch nach dem Gottesdienst blieb die Stimmung lebendig. Bei einem Glas Sekt, Orangensaft oder Wasser kamen viele Menschen miteinander ins Gespräch. Es wurde gelacht, erzählt und die Gelegenheit genutzt, alte Bekannte zu treffen oder neue Kontakte zu knüpfen. So setzte sich das fort, was bereits während des Gottesdienstes spürbar geworden war: ein herzliches und offenes Miteinander.

Der Gottesdienst mit dem Gospelchor „Swing Low“ war ein gelungener Auftakt in den Sonntag – musikalisch beeindruckend, ökumenisch verbindend und getragen von einer Freude, die noch lange nachwirkte. Er hat gezeigt, wie lebendig Kirche sein kann, wenn Menschen gemeinsam ihren Glauben feiern, ihre Stimmen erklingen lassen und Gemeinschaft nicht nur predigen, sondern auch miteinander leben.