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Ein inspirierender Abend bei der Kulturnacht 26:„Durchkreuzte Wege“ im Spirituellen Zentrum Taunusblick

großformatige Malerei in Orange, auf einer weißen Backsteinwand, blaue Linien als Tau-Kreuz
Am 24. Oktober präsentierte Die Künstlerin Anita Jäger ihre eindrucksvolle Ausstellung „Durchkreuzte Wege“, die sich einfühlsam mit den Krisen, Brüchen und Wendepunkten des Lebens auseinandersetzt. Das Spirituelle Zentrum Taunusblick in St. Elisabeth, Ober-Eschbach, nahm damit bereits zum zweiten Mal an der Bad Homburger Kulturnacht teil.
Datum:
26. Okt. 2026
Von:
Sandra Menger & Andreas Münster
Anita Jäger bei Ihrer Erklärung zu den Bildern 'Wege zum Anderen' und 'Aufgefangen'

Ab 19 Uhr führte Anita Jäger aus Obertshausen in stündlichen Führungen persönlich durch die Ausstellung, gerahmt von meditativer Musik. Dabei gelang es ihr auf angenehme Weise, den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in ihre künstlerische Arbeit zu geben. Sie vermittelte sowohl die Tiefe der behandelten Themen als auch eine bemerkenswerte Alltagsnähe. Besonders erfrischend war ihre Offenheit gegenüber den Wahrnehmungen der Betrachterinnen und Betrachter. Mit großem Interesse nahm sie deren Eindrücke auf und freute sich über neue und zum Teil überraschende Perspektiven auf ihre eigenen Werke.

2 Bildpaare an einer weißen Backsteinwand

Die Ausstellung umfasste drei Bildpaare sowie zwei einzelne Bilder. Spannend war dabei sowohl die Vielfalt der einzelnen Werke als auch das Wiedererkennen gemeinsamer Motive, die sich durch die gesamte Ausstellung zogen. So begegnete den Besuchenden immer wieder das Kreuz als zentrales Symbol. Auch die Farbe Blau, die für den Glauben steht, sowie verschiedene Aspekte der Lebenswege und menschlicher Beziehungen bildeten verbindende Elemente zwischen den Bildern.

Gemälde, Corpus mit hängenden Kopf und nach oben ausgestreckten Armen auf rotem Hintergrund

Als eine Art Hoffnungsbild konnte das Werk „Wunderbares Alles“ verstanden werden. Die spannenden Farbelement, die nach oben ausgestreckten Hände und die demütige Haltung der dargestellten Person sind sowohl eine Art Zielbild der anderen Werke als auch Kraftquelle für den eigenen Lebensweg.

Im Anschluss an die Führung nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit der Künstlerin. Wer danach Stille und Besinnung suchte, konnte den Meditationsraum des Spirituellen Zentrums besuchen. Bei einem Glas Wein, Saft und kleinen Snacks klangen die Führungen im Pfarrzentrum mit vielen guten Gesprächen aus.

Die Kulturnacht war ein rundum gelungener und inspirierender Abend, der durchaus noch mehr Besucherinnen und Besucher verdient gehabt hätte. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Violett beleuchtete Eingangswand der Kirche St. Elisabeth

Die Bilder werden noch bis zum Christkönigssonntag am 22. November in der Kirche St. Elisabeth zu sehen sein. Die Meditation im Rahmen der Offenen Kirche im Spirituellen Zentrum am 4. November wird einzelne Aspekte der Werke vertiefend aufgreifen: Meditation der Ausstellung "Durchkreuzte Wege".

Wir freuen uns schon auf die nächste Bad Homburger Kulturnacht im Jahr 2027!